Werner Murrer - oder Kunst den richtigen Rahmen geben


Kein Kunstwerk ist wie das andere. Ihm den richtigen Rahmen zu geben, setzt große kunstgeschichtliche und handwerkliche Fachkenntnisse voraus. Werner Murrer und seine Mitarbeiter haben sie.

Der renommierte Münchner Experte kennt über Jahrhunderte und Ländergrenzen hinweg die epochen- und stiltypische Machart von Rahmen bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Meist weiß er intuitiv, welcher Rahmen am besten zu welchem Bild passt. Seine Manufaktur ist in der Lage, die komplexen handwerklichen, ästhetischen und konservatorischen Anforderungen bis in alle Details zu erfüllen.

Werkstatt und Mitarbeiter sind zur Erfüllung verschiedenster Anforderungen bestens ausgestattet. Von der Renaissance über Barock und Klassizismus bis zum 20. Jahrhundert verfügt Werner Murrer über eine repräsentative Sammlung von Originalrahmen mit vielen bemerkenswerten Einzelstücken. Eine große Bibliothek zum Thema Rahmen und ein umfangreiches Archiv mit Fotos von Originalrahmungen ermöglicht detaillierte, in die Tiefe gehende Recherchen. Ungewöhnlich ist das vielseitige Angebot von Musterwinkeln nach Rahmen auch aus dem frühen 20. Jahrhundert, dank derer ganz spezielle Rahmenaufgaben lösbar sind.

Von grundlegender Bedeutung ist ein Werkstatt-Konzept, das Seltenheitswert hat: Vom Schreiner über den Glaser, den Holzbildhauer, den Vergolder, den Buchbinder und den Architekten bis hin zum Kunsthistoriker und Künstler sind zehn Gewerke unter einem Dach versammelt. Jeder Mitarbeiter ist nicht nur ein ausgewiesener Spezialist auf seinem eigenen Gebiet, sondern ist es zudem gewohnt, die Sichtweisen und das Expertenwissen der anderen einzubeziehen. So lassen sich auch außergewöhnliche Rahmenprobleme leicht lösen. Selbst aufwändige handgehobelte Kopien können ohne Weiteres angefertigt werden – vom gotischen Rahmen bis zum eher groben expressionistischen Nadelholzrahmen.

Das hat sich herumgesprochen, nicht nur in München. Museen und Galerien aus der ganzen Welt nehmen Dienste von Werner Murrer Rahmen ebenso in Anspruch wie große Unternehmen und Privatsammler.


Nicht nur für expressionistische Originalrahmen –

der neue Showroom von WERNER MURRER RAHMEN


Seit einiger Zeit wächst bei Museen und Sammlern das Interesse an Originalrahmen des Expressionismus und des frühen 20. Jahrhunderts. Ein guter Zeitpunkt also für die renommierte Werkstatt Werner Murrer Rahmen, ihr umfangreiches Angebot an Rahmen aus dieser Zeit in einem eigenen Showroom zu präsentieren.

Lange ist der besondere ästhetische Eigenwert expressionistischer Rahmen vernachlässigt worden. Als Anfang des 20. Jahrhunderts der elementare Ausdruck in Farbe und Pinselstrich den überladenen Barock des Historismus ablöst, treten an die Stelle stuckverzierter Echtgoldrahmen ganz schlichte Ausführungen.

Oft handelt es sich um einfache Nadelholzrahmen, die mit Silber- oder Goldbronze gestrichen sind. Nicht selten haben die Künstler selbst diese Rahmen entwickelt, um einen ganz bestimmten Blick auf ihre Bilder zu ermöglichen: „Der Rahmen wird zu einem untrennbaren Teil des Kunstwerks: Wenn Ernst Ludwig Kirchner Rahmentypus und Profil speziell zu seinem Bild ausgesucht hat und zudem den Rahmen mit einer Farbe aus dem jeweiligen Bild bemalt hat, dann ergibt das eine Einheit ", erklärt Werner Murrer.

Nur die authentischen Künstlerrahmen bringen also die ursprüngliche Bildaussage zur Geltung. „Ein neuer echtvergoldeter Kunsthandelsrahmen ist für ein Bild von Ernst Ludwig Kirchner, einen Karl Schmidt-Rottluff, aber auch für die Arbeiten anderer Künstler dieser Zeit die falsche Wahl", sagt Werner Murrer. Die schlichten weißen Rahmen von Ferdinand Hodler etwa passen mit ihrer Patina perfekt zu seinen Bildern – ein anderer Rahmen verändert und mindert ihre Wirkung sichtbar.

Es ist also nur folgerichtig, dass sich seit einiger Zeit Museen, Galerien und Sammler verstärkt auf die Originalrahmen des frühen 20. Jahrhunderts besinnen. Anfragen aus aller Welt treffen bei Werner Murrer ein: so zum Beispiel von Museen aus den USA wegen Beckmann, Nolde und Kokoschka, vom Munch Museum in Oslo über Sammlungsrahmen, von der Kunsthalle in Hamburg, vom Kirchner Museum in Davos für aufwändige Rekonstruktionen . Für das Lenbachhaus in München und die Albertina in Wien hat WERNER MURRER RAHMEN zum Projekt „Blauer Reiter" Grafikrahmen gemäß dem frühen 20. Jahrhundert realisiert.

Werner Murrer freut sich über das wachsende Interesse an seiner Arbeit – überraschend kommt es für ihn nicht. Das Wissen um expressionistische und stilverwandte Rahmen ist so rar geworden wie die Originale selbst. Lange Zeit hat man die schlichten Originalrahmen expressionistischer Bilder achtlos weggegeben. Nicht wenige sind nach dem Krieg verloren gegangen.

Der neue Showroom von Werner Murrer Rahmen dürfte also ein idealer Ort sein, um sich in puncto Expressionismus, Neuer Sachlichkeit, Bauhaus, Russischer Konstruktivismus und verwandter Richtungen kompetent beraten zu lassen und in einem reichhaltigen Angebot an Rahmen fündig zu werden. Es ist wohl der einzige Showroom speziell für Rahmen des frühen 20. Jahrhunderts. Wunderschöne Raritäten sind dabei. Etwa ein großer Josef-Hoffmann-Rahmen, der nicht nur für Egon Schiele vorzüglich passen würde: „Eine Skulptur, schon fast kein Rahmen mehr,", sagt Werner Murrer, „eine absolut außergewöhnliche Rahmenneufindung."
Welchem Kunstliebhaber schlägt da das Herz nicht höher?