EXPRESSIONISMUS UND HINGABE – JAWLENSKY NEU GERAHMT –
GEMEENTE MUSEUM DEN HAAG

Gemeente Museum Den Haag
Gemeente Museum Den Haag

Das Gemeente Museum Den Haag, 1935 vom Architekten H.P. Berlage entworfen

Das Gemeente Museum Den Haag zeigt aktuell vom 29. September 2018 bis zum 27. Januar 2019 eine große Retrospektive des Expressionisten Alexej von Jawlensky, darunter ein „Frauenportrait“ von 1911 und die „Landschaft bei Oberstdorf“ von 1912, die explizit für diese Ausstellung von WERNER MURRER RAHMEN neu gerahmt wurden. Alexej von Jawlensky ist bekannt für seine in Farbe und Pinselstrich ausdrucksstarken Köpfe, überwiegend Frauenköpfe, und Landschaften. Beide Themenbereiche treten ab 1911 in seinem Werk in den Vordergrund. Das „Frauenportrait“ und die „Landschaft bei Oberstdorf“ sind in kräftigen, kontrastreichen Farbtönen in Öl auf Karton ausgeführt. Obwohl der Frauenkopf eher skizzenhaft angelegt ist, indem der Schulteransatz nur mit Linien angedeutet und der übrige Schulterbereich farblich nicht ausgestaltet wurde, verliert das Portrait nicht an Präsenz und Ausstrahlung. Für beide Gemälde kamen somit nur Rahmen in Frage, die zum einen aus der Entstehungszeit der Werke stammen und zum anderen der Expressivität der Darstellungen gerecht werden. Ein Blick auf die historischen Rahmungen der Bilder Jawlenskys um 1910, die der Wahl der jetzigen Rahmen zugrunde liegen, bestätigen diesen Ansatz.

Jawlensky Frauenkopf
Jawlensky Landschaft bei Oberstdorf

Jawlenskys „Frauenportrait“ und „Landschaft bei Oberstdorf“ neu gerahmt im Gemeente Museum Den Haag

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NEUE RAHMEN FÜR MUNCH – MUNCH MUSEUM OSLO

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Das Munch Museum Oslo stellt in seiner aktuellen Ausstellung MASTERPIECES ON THE MOVE – MUNCH IN NEW FRAMES noch bis zum 6. Mai das Rahmenprojekt zu Edvard Munchs Werken vor. Das Munch Museum Oslo wird im Juni 2020 in einen Neubau am Hafen direkt neben der berühmten Oper umziehen. Zu diesem Anlass werden die Werke Edvard Munchs neu gerahmt. Werner Murrer ist für seine Leidenschaft zu historischen Rahmen bekannt. Durch die intensive Auseinandersetzung auch mit den originalen Rahmen Munchs, konnte die Münchner Rahmenwerkstatt WERNER MURRER RAHMEN die Ausschreibung unter fünf internationalen Teilnehmern für sich entscheiden. Ausgestattet mit einem nicht sichtbaren Innenrahmen in Magnettechnik der rheinland-pfälzischen Firma HALBE-Rahmen in Kirchen, erfüllen die Rahmen neue konservatorische Standards. Alle verwendeten Materialien wurden langzeitgetestet, so dass eine sowohl physisch als auch chemisch sichere Rahmung der Werke Munchs gewährleistet ist. Zum ersten Mal konnte dadurch Munchs Gemälde „Pubertät“ in die USA verliehen und im SFMOMA – San Francisco Museum of Modern Art ausgestellt werden.

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Munch in neuen Rahmen:
„Die Pubertät“ im weißen Halbrundstab, „Das Leben“ und „Roter wilder Wein“ im braunen Halbrundstab sowie „Der Kuss“ im Halbrundstabprofil in Silberbronze

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FAUST IN RAHMEN DER ZEITEN – KUNSTHALLE MÜNCHEN

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Das Faust-Festival München, unter der Initiative der Kunsthalle München und dem Gasteig, zieht die ganze Stadt vom 23. Februar bis 29. Juli 2018 mit über 500 verschiedenen Veranstaltungen rund um das Thema Faust in seinen Bann. Dass dabei auch Rahmen eine wichtige Rolle spielen, zeigen zwei Projekte, an denen WERNER MURRER RAHMEN im Zuge des Faust-Festivals beteiligt ist.

Kunstwerk – Rahmen – Betrachtung, drei Aspekte, die die Ausstellung der Hypo-Kulturstiftung in der Kunsthalle München „DU BIST FAUST – Goethes Drama in der Kunst“ und das Schaufensterprojekt von LUDWIG BECK – KAUFHAUS DER SINNE in besonderer Weise beleuchten.

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RAHMEN OHNE UMSCHWEIFE – GABRIELE MÜNTER – LENBACHHAUS MÜNCHEN

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Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau zeigt aktuell eine Ausstellung mit 132 Arbeiten von Gabriele Münter, die größtenteils noch nie öffentlich gezeigt wurden oder deren Ausstellung im öffentlichen Raum schon lange zurückliegt. Über die Hälfte dieser Werke haben hierfür von WERNER MURRER RAHMEN einen neuen Rahmen bekommen. Sie stammen überwiegend aus dem umfangreichen Bestand historischer Rahmen oder wurden dort in den Werkstätten angefertigt.

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Transparentes Museum – Die Hamburger Kunsthalle gewährt Einblicke hinter die Kulissen

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Liebermanns Gemälde „Die Birkenallee im Wannseegarten nach Westen“ mit originalem, vom Künstler patiniertem Rahmen.

Mit der Wiedereröffnung der Hamburger Kunsthalle wurde diese um einen weiteren spannenden Bereich erweitert. Im transparenten Museum haben die Besucher nun die Möglichkeit Einblicke hinter die Kulissen eines Museums – und hinter die Rahmen- zu erhalten. Denn neben Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln gehört auch die Beschäftigung mit den Bilderrahmen zu den Aufgaben eines Museums. Während die Vorderseite des Rahmens wichtig für die ästhetische Wirkung des Bildes ist und es in seinem zeitlichen und räumlichen Entstehungskontext verortet, bietet die Rahmenrückseite wichtige Auskünfte über die Provenienz eines Gemäldes. Stempel, Etiketten und Beschriftungen liefern Hinweise über ehemalige Besitzer und Ausstellungsteilnahmen und tragen so entscheidend zur Erforschung eines Werkes bei.

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DIE KUNST DER OPTIMALEN RAHMEN

Die Frage „Was ist ein optimaler Rahmen?“ beschäftigt das Team von WERNER MURRER RAHMEN tagtäglich. Gerade bei Papierarbeiten steht bei der Auswahl des Rahmens aber nicht nur die ästhetische Einheit von Bild und Rahmen im Vordergrund: Die Rahmen müssen konservatorischen Standards entsprechen ohne dabei aber ihre Funktionalität und Authentizität einzubüßen. Das ist keine leichte Aufgabe! In Zusammenarbeit mit HALBE und ArtGuardian ist es nun gelungen ein Rahmensystem zu entwickeln, das alle Anforderungen an einen „optimalen Rahmen“ erfüllt: Der Halbe Protect-Magnetrahmen bietet ideale konservatorische Bedingungen und vereinfacht das Einrahmen und Wechseln empfindlicher Grafiken. Das integrierte ArtGuardian System erfasst zudem kontinuierlich Temperatur, relative Feuchte und Bestrahlung im Inneren des Rahmens – und das auch beim Transport! All dies verbirgt sich hinter einem Zierrahmen von WERNER MURRER RAHMEN, der entsprechend dem Stil und der Epoche des jeweiligen Werks ganz individuell angepasst werden kann und es so optimal zur Geltung bringt.

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Munch : Van Gogh

Der Chemiker Miche-Eugène Chevreul schrieb 1839: „Jeder Künstler täte gut daran, seinem Bild selber die Rahmung zu wählen, die sich am besten für eine richtige Präsentation eignet.“ Viele Künstler des 19. Jahrhunderts folgten seinem Rat und bezogen ihre Rahmen immer mehr in die künstlerische Gestaltung mit ein. Zwei besonders prominente Beispiele von Künstlerrahmen sind Vincent van Goghs gelb bemalter Rahmen seines Stilllebens mit Trauben, Birnen und Zitronen aus dem Jahr 1887 und Edvard Munchs Rahmen um sein Werk Metabolismus aus dem Jahr 1899, der vom Künstler mit geschnitzten Reliefs versehen wurde.

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Wie Phoenix aus der Asche: Georg Phillip Wörlen
Museum moderner Kunst Passau

Zwei Bildern von Georg Philipp Wörlen im Museum Moderner Kunst Passau fehlten die Rahmen. Die besondere Herausforderung lag darin, die neuen Rahmen in Ausfertigung und Erscheinung möglichst nah an die Originale aus den Zwanziger- und Vierzigerjahren heran kommen zu lassen. Deshalb galt es zu beachten, dass sich Wörlens Stil während seines Schaffens stark veränderte.

In Zusammenarbeit mit der Diplomrestauratorin Julia Schmidt und dem Museum stellten wir handgefertigte Rekonstruktionen der originalen Künstlerrahmen her. Nicht nur Material und Form, auch den schwarzen Lack für das Gemälde aus Wörles expressionistischer Phase der 1920er prüften wir in der direkten Gegenüberstellung. Nun können seine farbenfrohen Werke ab November 2015 in der Ausstellung ihre volle Kraft entfalten.

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Egon Schiele und die Hoffmannleiste

Im Briefverkehr Schieles finden sich drei von ihm selbst gezeichnete Rahmenprofile. Bei den Profilzeichnungen aus den Jahren 1916 und 1917 handelt es sich um eine sogenannte „Hoffmannleiste“. Josef Hoffmann entwarf zwar zahlreiche Rahmenprofile, doch vor allem die einfache, nach ihm benannte Hoffmannleiste setzte sich bei den österreichischen Künstlern durch. Der gelängte Halbrundstab, der in seiner Form auf das Wesentlichste reduziert ist, steht im starken Kontrast zu den opulenten Goldrahmen, die im 19. Jahrhundert noch vorherrschend waren. Zahlreiche Gemälde Schieles sind noch heute mit einer originalen Hoffmannleiste gerahmt und auch auf fotografisch festgehaltenen Ausstellungsansichten sowie in zeitgenössischen Beschreibungen taucht die schmale Leiste immer wieder auf.

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„Die Rahmen der Brücke-Künstler“ auf der Exponatec 2015

Eines unserer Hauptinteressen bei WERNER MURRER RAHMEN sind Expressionistenrahmen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen schließlich auch die Künstler in Deutschland ihre Rahmen vermehrt selbst zu gestalten. Der Wunsch, dass Bild und Rahmen in Harmonie zueinander stehen sollten, veranlasste sie für ihre Rahmen eigene Profile zu entwerfen, sie mit Ornamenten zu verzieren und die Oberflächen mit Bronzen und anderen farbigen Fassungen zu tönen. Besonders die Maler der Künstlergruppe Brücke setzten sich intensiv mit der Gestaltung ihrer Bilderrahmen auseinander, die schließlich zu einem wesentlichen Bestandteil ihres künstlerischen Ausdrucks wurden.

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Bei der Ausstellung der Gruppe in den Räumen der Galerie Arnold in Dresden im Jahr 1910 erkennt man deutlich die einfachen, flachen Profile der Rahmen von Kirchner, Schmidt-Rottluff und Erich Heckel. Max Pechsteins „Tanz“ ist dagegen von einem für die Gruppe untypischen opulenten Goldrahmen im Barockstil umgeben. (Foto: Ernst Ludwig Kirchner)

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