Egon Schiele und die Hoffmannleiste

Im Briefverkehr Schieles finden sich drei von ihm selbst gezeichnete Rahmenprofile. Bei den Profilzeichnungen aus den Jahren 1916 und 1917 handelt es sich um eine sogenannte „Hoffmannleiste“. Josef Hoffmann entwarf zwar zahlreiche Rahmenprofile, doch vor allem die einfache, nach ihm benannte Hoffmannleiste setzte sich bei den österreichischen Künstlern durch. Der gelängte Halbrundstab, der in seiner Form auf das Wesentlichste reduziert ist, steht im starken Kontrast zu den opulenten Goldrahmen, die im 19. Jahrhundert noch vorherrschend waren. Zahlreiche Gemälde Schieles sind noch heute mit einer originalen Hoffmannleiste gerahmt und auch auf fotografisch festgehaltenen Ausstellungsansichten sowie in zeitgenössischen Beschreibungen taucht die schmale Leiste immer wieder auf.

Hoffmannleiste

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„Die Rahmen der Brücke-Künstler“ auf der Exponatec 2015

Eines unserer Hauptinteressen bei WERNER MURRER RAHMEN sind Expressionistenrahmen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen schließlich auch die Künstler in Deutschland ihre Rahmen vermehrt selbst zu gestalten. Der Wunsch, dass Bild und Rahmen in Harmonie zueinander stehen sollten, veranlasste sie für ihre Rahmen eigene Profile zu entwerfen, sie mit Ornamenten zu verzieren und die Oberflächen mit Bronzen und anderen farbigen Fassungen zu tönen. Besonders die Maler der Künstlergruppe Brücke setzten sich intensiv mit der Gestaltung ihrer Bilderrahmen auseinander, die schließlich zu einem wesentlichen Bestandteil ihres künstlerischen Ausdrucks wurden.

BrückeAusstellungArnold

Bei der Ausstellung der Gruppe in den Räumen der Galerie Arnold in Dresden im Jahr 1910 erkennt man deutlich die einfachen, flachen Profile der Rahmen von Kirchner, Schmidt-Rottluff und Erich Heckel. Max Pechsteins „Tanz“ ist dagegen von einem für die Gruppe untypischen opulenten Goldrahmen im Barockstil umgeben. (Foto: Ernst Ludwig Kirchner)

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Impressionen: „Manufakturen@Tag des Handwerks“

Am 19. September lud die Initiative Deutsche Manufakturen zum Manufakturen@Tag des Handwerks nach Berlin ein und WERNER MURRER RAHMEN war als einziger Rahmenmacher in den prachtvoll renovierten historischen Gebäuden der Königlichen Porzellan Manufakturen vertreten.

Manufakturen

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Manufakturen@Tag des Handwerks

Nach unsere Rahmen is ja janz Berlin verrückt! Am 19. September 2015 ist der bundesweite Tag des Handwerks und in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) präsentieren sich die herausragendsten Manufakturen Deutschlands. Als einziger Rahmenhersteller zeigen wir in der gläsernen Manufaktur unser Können. Auf dem von der Initiative Deutscher Manufakturen ­– Handmade-in-Germany organisierten Aktionstag gibt es, wie der Name schon sagt, viele Möglichkeiten, selbst Hand an zu legen – von 10 bis 18 Uhr in der Wegelystraße 1 im KPM Berlin.

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Renoir-Rahmen für die Albertina

Die Albertina in Wien ist schon seit langen Jahren treuer Kunde unseres Hauses. Wir lieben den Wiener Schmäh aber Sandler sind wir keine, auch wenn wir das Sandeln meisterhaft beherrschen. Dabei handelt es sich um eine traditionelle Vergoldertechnik, mit der wir den Renoir-Rahmen der Sammlung Batliner verzierten: Nachdem der Rahmen vergoldet und patiniert worden ist, lackieren wir einen Teilbereich. Die feuchte Oberfläche wird sodann mit feinem Sand bestreut. So entsteht eine strukturierte Oberfläche im Stil des 19. Jahrhunderts, die perfekt zu dem Mädchenbildnis von 1879 passt – ganz edel und gar nicht abgesandelt.

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