Egon Schiele und die Hoffmannleiste

Im Briefverkehr Schieles finden sich drei von ihm selbst gezeichnete Rahmenprofile. Bei den Profilzeichnungen aus den Jahren 1916 und 1917 handelt es sich um eine sogenannte „Hoffmannleiste“. Josef Hoffmann entwarf zwar zahlreiche Rahmenprofile, doch vor allem die einfache, nach ihm benannte Hoffmannleiste setzte sich bei den österreichischen Künstlern durch. Der gelängte Halbrundstab, der in seiner Form auf das Wesentlichste reduziert ist, steht im starken Kontrast zu den opulenten Goldrahmen, die im 19. Jahrhundert noch vorherrschend waren. Zahlreiche Gemälde Schieles sind noch heute mit einer originalen Hoffmannleiste gerahmt und auch auf fotografisch festgehaltenen Ausstellungsansichten sowie in zeitgenössischen Beschreibungen taucht die schmale Leiste immer wieder auf.

Hoffmannleiste

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