Presse
01.10.2020

»Bei der Beschäftigung mit einem Kunstwerk öffnet sich eine ganz neue Welt, wenn man den Blick auch für dessen Rahmen schärft«

 

Presse
01.10.2020

»Kaum einer kommt großer Kunst so nahe wie Werner Murrer. Eine Tour de Force«

 

Ausstellung
Referenz
09.09.2020

Galerie der Moderne, so lautete der Name des Ausstellungsbereichs, der ab 1926 in den Kunstsammlungen Chemnitz eingerichtet wurde. Die Räume befanden sich dort im 3. Obergeschoss und waren für Moderne Kunst und Neuerwerbungen vorgesehen. Zum 100-jährigen Bestehen der Kunstsammlungen realisierte die Firma cura 3D GmbH & Co KG in Zusammenarbeit mit dem Chemnitzer Museumsteam eine virtuelle Rekonstruktion der Galerie, deren Räume aufgrund von Kriegszerstörung heute nur noch teilweise existieren. Der Ausstellungsrundgang sollte in allen Bereichen so authentisch wie möglich sein, was für die Gemälde eine Präsentation in originaler Rahmung bedeutete. Mithilfe des firmeninternen digitalen Fotoarchivs von WERNER MURRER RAHMEN konnte festgestellt werden, welche der Exponate sich auch heute noch in ihren originalen Rahmen befinden. Für Gemälde, deren ursprüngliche Rahmen unbekannt waren, orientierte man sich – sowohl zeitlich als auch stilistisch – an der Rahmung vergleichbarer Werke der entsprechenden Künstler. Für die architektonische Rekonstruktion waren alte Grundrisse und historische Raumaufnahmen ausschlaggebend.

 

In der Galerie der Moderne waren u.a. folgende namhafte Expressionisten vertreten:
Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Wilhelm Rudolph, Karl Hofer, Emil Nolde, Oskar Kokoschka, Erich Heckel, Otto Mueller, Ferdinand Hodler.
Schmidt-Rottluff nimmt in dieser Aufzählung eine Sonderstellung ein. Er wurde 1926 von Friedrich Schreiber-Weigand, dem damaligen Direktor der Kunstsammlungen Chemnitz mit der farbigen Gestaltung der Räume beauftragt. Da hierfür keine Entwürfe oder Farbproben vorhanden waren, hielt man sich bei der virtuellen Rekonstruktion an damalige Presseberichte, schriftlich festgehaltene Erinnerungen von Friedrich Schreiber-Weigand und bezog auch die von Schmidt-Rottluff verwendete Farbpalette seiner Gemälde aus dieser Zeit mit ein.

 

Das Gestaltungskonzept lautete generell eine Farbe pro Raum. Das Foto unten links zeigt einen Ausschnitt aus der digitalen Präsentation. Im hinteren Raum auf rötlich gestalteter Wand ist Wilhelm Rudolphs Junge Hirschkuh (vor 1920) zu sehen. Dieses Gemälde ist eines derjenigen, die sich noch heute in ihrem originalen Rahmen befinden. Die zum Bild hin leicht schräg abfallende Profilleiste ist graubraun gefasst, die tiefer liegende Stufe schwarz abgesetzt.

 

Galerie der Moderne Rudolph 5

Ausschnitt aus dem virtuellen Ausstellungsrundgang mit dem Werk Junge Hirschkuh von Wilhelm Rudolph

Galerie der Moderne Rudolph

Wilhelm Rudolph, Junge Hirschkuh, vor 1920, Kunstsammlungen Chemnitz, im originalen Rahmen.

 

Auch Edvard Munchs Gemälde Kinderbild. Erdmute und Hans-Herbert Esche von 1905 ist noch von seinem ursprünglichen Rahmen umgeben. Ein Vergleich mit der historischen Installationsaufnahme aus der Galerie der Moderne liefert den Beweis. Die Rahmung des Bildes, das sich heute im Kunsthaus Zürich befindet, lässt sich auf der Fotografie von 1926 gut erkennen. Es handelt sich dabei um einen Jugendstilrahmen des Architekten und Designers Henry van de Velde (1863-1957), der für Werke Munchs auch Rahmen entwarf [1]. Im virtuellen Rundgang präsentiert sich diese originale Bild-Rahmen-Kombination auf gelber Wandfarbe, umrandet von zwei Büsten des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (siehe Abbildung am Beitragsanfang). Eine besondere Beziehung van de Veldes zu Chemnitz besteht bereits durch die Villa Esche, die der Architekt im Jahr 1902 entworfen hat und in der heute als Dependance der Kunstsammlungen Chemnitz das Henry van de Velde Museum untergebracht ist. So veranschaulicht der Rahmen van de Veldes gestalterische Vielfalt.

 

Hist. Galerie der Moderne 2

Historische Aufnahme aus der Galerie der Moderne (v.l. nach r.): Kinderbild. Erdmute und Hans-Herbert Esche von Edvard Munch, Kopf eines Denkers von Wilhelm Lehmbruck und Badende von Erich Heckel, Glasplatte, 1926, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/Archiv, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Galerie der Moderne Munch

Edvard Munch, Kinderbild. Erdmute und Hans-Herbert Esche, 1905, Kunsthaus Zürich, im originalen Rahmen von Henry van de Velde

Munch Eckdetail

Rahmendetail unten rechts

 

Für ein weiteres Gemälde Munchs – Zwei Menschen von 1905 – wurde ein weißer Halbrundstabrahmen gewählt. Die persönliche Rahmenvorliebe des Künstlers, »Ich gebe Ihnen [den Bildern, Anm. d. Verf.] nur eine schmale Kante, am liebsten eine die rund und weiß ist« [2], so eine Aussage des Künstlers selbst, war dafür maßgebend. Im Blogbeitrag Neue Rahmen für Munch – Munch Museum Oslo können Sie mehr über den norwegischen Künstler und seine spezielle Art zu rahmen erfahren.

 

Galerie der Moderne Hodler Stockhornkette

Ferdinand Hodlers Thunersee mit Stockhornkette von 1912 virtuell rekonstruiert. Die schmale gewölbte Rahmenleiste ist in einem gebrochenen Weißton gefasst

Hodler 2

Ferdinand Hodler, Genfer See von Chexbres aus, um 1905, Kunsthaus Zürich. Rahmenvorlage zu Thunersee mit Stockhornkette

 

Genaue Auskunft über die ursprünglichen Rahmungen von Ernst Ludwig Kirchners Gemälden Wohnzimmer – Interieur mit zwei Mädchen von 1908/1926 und Die weiße Kuh aus dem Jahr 1920 gab wiederum eine Aufnahme aus der historischen Galerie der Moderne.

 

 Hist. Galerie der Moderne 1


Historische Aufnahe aus der Galerie der Moderne (v.l. nach r.): Wohnzimmer - Interieur mit zwei Mädchen von Ernst Ludwig Kirchner, Selbstbildnis von Renée Sintenis, Die weiße Kuh von Ernst Ludwig Kirchner und Knieende (Betende) von Hermann Haller, Glasplatte, 1926, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/Archiv, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, © 2020 Kunstsammlung Stadt Zürich (Hermann Haller).

 

Beide Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner sind heute nicht mehr original gerahmt. Auf der Chemnitzer Aufnahme sind die Bilder jeweils von einem Profilrahmen umgeben. Bei der Interieurszene, die heute Teil der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg ist, handelt es sich um eine Rechteckleiste mit außen gerundeten Kanten. Die weiße Kuh, die 1925 von den Kunstsammlungen Chemnitz direkt vom Künstler erworben wurde und sich heute in der Kunsthalle Hamburg befindet, hat eine flache Rechteckleiste mit kleiner Stufe innen. Um 1920 sowie während der 1920er Jahre ist dies ein von Kirchner häufig verwendetes Rahmenprofil. Für beide Werke waren vergleichbare originale Künstlerrahmen Kirchners im Fotoarchiv von WERNER MURRER RAHMEN verzeichnet, jeweils in der für Kirchner typischen Goldbronze gefasst [3]. So war die Vorlage für Kirchners Interieurszene die Rahmung der Mitteltafel des Triptychons Badende Frauen. Das Rahmenprofil, das Kirchner für sein Gemälde Drei Künstler: Hermann Scherer, Kirchner, Paul Camenisch verwendete, diente als Modell für Die weiße Kuh.

 

Kirchner Galerie der Moderne 1

Kirchners Gemälde Die weiße Kuh, links davon das Bild Wohnzimmer – Interieur mit zwei Mädchen in der virtuellen Rekonstruktion

Virtuelle Rekonstruktion Kirchner Kuh

Rekonstruierte Rahmung des Gemäldes Die weiße Kuh nach historischer Vorlage, Rahmenmontage aus der virtuellen Rekonstruktion der Galerie der Moderne

 

Kirchner Badende Frauen

Ernst Ludwig Kirchner, Badende Frauen (Triptychon/Mittelbild), 1915/25, Kirchner Museum Davos

Kirchner Drei Künstler

Ernst Ludwig Kirchner, Drei Künstler: Hermann Scherer, Kirchner, Paul Camenisch, 1926, Kirchner Museum Davos

 

Die Galerie der Moderne wurde im Rahmen der Jubiläumsausstellung »Im Morgenlicht der Republik« 100 Jahre Kunstsammlungen Chemnitz virtuell umgesetzt, womit ein in heutiger Zeit nicht mehr bestehender Bereich aus der Kunstgeschichte wieder erfahrbar gemacht wurde. Für die präsentierten Gemälde ist es eine interessante Spurensuche nach der „richtigen“ ursprünglichen Rahmung. Ein herzlicher Dank geht an Norman Beberhold und Philipp Orschler von Cura 3D für die gute Zusammenarbeit sowie an Johannes Sange (wissenschaftlicher Volontär bei den Kunstsammlungen Chemnitz und Kurator der virtuellen Rekonstruktion) für wichtige hilfreiche Informationen.

 

  1. Vgl. Mendgen, Eva: Rahmenbilder, Bilderrahmen, in: UNZERTRENNLICH. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler, Ausst.-Kat. Brücke Museum Berlin/Buchheim Museum der Phantasie, Bernried 2020, hg. von Werner Murrer, Lisa Marei Schmidt und Daniel J. Schreiber, S. 32.
  2. Stenersen, Rolf: Edvard Munch, Stockholm-Zürich 1950, S.87.
  3. Vgl. Henze, Wolfgang: UN-ZÄRT-RENNLICH. Ernst Ludwig Kirchner und seine Gemälderahmen, in: Brücke Museum Berlin/Buchheim Museum der Phantasie, Bernried 2020, S. 375-376 sowie Saal, Marianne: Brücke zum Bild. Die Brücke-Künstler und ihre Rahmen, in: Ebd., S. 358-359.

 

15.07.2020

Bei dem Bretter-Rundstabrahmen um Schmidt-Rottluffs „Heimkehrende Boote“ und dem geschnitzten Rahmen um „Bischofswerda im Winter“ von Theodor Rosenhauer handelt es sich um originale Künstlerrahmen von Karl Schmidt-Rottluff. Beide Rahmen wurden in Verbindung mit den Ausstellungen „UNZERTRENNLICH. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler“ im Brücke-Museum in Berlin bzw. „WIEDERENTDECKT. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler“ im Buchheim Museum in Bernried ausfindig gemacht – Ersterer in Ausstellungsvorbereitung, der Zweite als positive Resonanz darauf.

 

 

Heimkehrende Boote Originalrahmen

Karl Schmidt-Rottluff, „Heimkehrende Boote“, 1921, Öl auf Leinwand, im originalen Rahmen des Künstlers, Buchheim Museum der Phantasie, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Nikolaus Steglich

Bischofswerda im Winter

Theodor Rosenhauer, „Bischofswerda im Winter“, 1950/68, Öl auf Leinwand, im originalen Schmidt-Rottluff Rahmen, Schloss und Festung Senftenberg/Kunstsammlung Lausitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Karl Schmidt-Rottluff, „Heimkehrende Boote“

Schmidt-Rottluffs Gemälde „Heimkehrende Boote“ von 1921 ist hier in seinem originalen Rahmen zu sehen. Diese Einheit von Bild und Rahmen besteht jedoch erst seit Kurzem wieder. Sie ist das erfreuliche Ergebnis einer Entdeckung während der Vorbereitungs- und Recherchearbeiten zur Ausstellung „WIEDERENTDECKT. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler“ im Buchheim Museum in Bernried, in der das Werk auch hätte präsentiert werden sollen. Da diese Ausstellung aufgrund der Folgen von Corona leider nicht stattfinden konnte, werden die „Heimkehrenden Boote“ nun original gerahmt zum ersten Mal in der Neuinstallation des Expressionistensaals zum Thema Beckmann & Brücke vom 18.7.–11.10.2020 im Buchheim Museum zu sehen sein.

Die Geschichte dazu finden Sie hier:

 

 

Portrait Ernst Penzoldt

Lothar-Günther Buchheim, „Portrait Ernst Penzoldt“, um 1942, Öl auf Leinwand im angepassten Originalrahmen von Karl Schmidt-Rottluff, Buchheim Museum der Phantasie, © Buchheim Stiftung, Bernried

 

 

Bei der Besichtigung des Gemäldedepots im Buchheim Museum anlässlich der Filmaufnahmen zur Ausstellung fiel Kurator Werner Murrer ein Portrait des Schriftstellers und Künstlers Ernst Penzoldt auf oder genauer gesagt der Rahmen, in dem sich das Bild befand. Konstruktion und Fassung des Rahmens sprachen für sich. Das Gemälde, das Lothar-Günther Buchheim um 1942 gemalt hat, war von einem originalen Schmidt-Rottluff Rahmen umgeben – ein Bretterrahmen mit innen zum Bild hin aufgesetztem Halbrundstab. Diese Rahmenform ist für Schmidt-Rottluff typisch, wobei sowohl die Rahmenplatte als auch die Halbrundstableiste in ihren Proportionen variieren können. Bei der Fassung handelt es sich um eine locker aufgetragene Goldbronze auf schwarzem Untergrund.
Das Penzoldt-Portrait und der Rahmen waren offenbar keine originäre Einheit. Ein Blick auf die Rückseite verriet, dass der Rahmen verändert, beziehungsweise gekürzt wurde. Ein Indiz dafür, dass er wohl ursprünglich für ein anderes Gemälde gedacht war. Doch welches Bild passt zum originalen Rahmen und wo befindet sich dieses? Handelt es sich dabei sogar um ein Gemälde Schmidt-Rottluffs aus der Sammlung Buchheim? Bei diesen Fragen spielten zwei Kriterien eine entscheidende Rolle – die Maße des Bildes und seine Datierung. Da Schmidt-Rottluff die Kombination von Bretter- und Rundstabrahmen hauptsächlich in den 1920er-Jahren verwendete, kamen aus der Sammlung Buchheim nur drei Gemälde des Künstlers in Frage. Von der Breite passten die „Heimkehrenden Boote“ von 1921. Doch in der Höhe war der Rahmen für dieses Bild um vier Zentimeter zu klein. Die Kürzung des originalen Rahmens könnte somit auf dieses Bild als ursprünglich zum Rahmen gehörendes Gemälde hinweisen.

Die „Heimkehrenden Boote“ waren im Buchheim Museum von einem Plattenrahmen mit dunkelbrauner Farbfassung und goldbronzefarbener Lichtkante umgeben.

 

 

Heimkehrende Boote Plattenrahmen

Karl Schmidt-Rottluff, „Heimkehrende Boote“, im Interimsrahmen, Buchheim Museum der Phantasie, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Eine historische Installationsansicht aus dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) lieferte schließlich den Beweis dafür, dass der Rahmen um das Portrait von Ernst Penzoldt und Schmidt-Rottluffs „Heimkehrende Boote“ die originale Einheit bildeten. Die Fotografie zeigt einen Blick in die Sammlungspräsentation im Kuppelsaal der Moritzburg Halle, die der Direktor des Kunstmuseums Gerhard Händler 1948 als ständige Ausstellung eingerichtet hatte. Schmidt-Rottluffs Gemälde „Heimkehrende Boote“ ist dort im Bretter- Rundstabrahmen zu sehen. Es war damals als Leihgabe des Hallenser Pumpenfabrikanten und Sammlers Felix Weise in die Moritzburg gekommen. (1) Die eingedrückte Rahmenecke unten links, die auf der historischen Fotografie zu sehen ist, ist auch heute noch vorhanden. Auf der Rahmenrückseite befindet sich darüber hinaus die Beschriftung „Museum Halle“.

 

 

Bauer mit Kuehen 2

An der langen Wand mittig ist Schmidt-Rottluffs Gemälde „Heimkehrende Boote“ von 1921 im originalen Rahmen zu sehen, rechts außen das Gemälde von Max Pechstein „Zurückgekehrte Kähne (Heimkehr der Boote)“ 1919. Aufnahme von 1948 im Kunstmuseum Moritzburg Halle, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), © VG Bild-Kunst, Bonn 2020 sowie © Pechstein Hamburg/Tökendorf /VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Nachdem das Bild zweifelsfrei dem Rahmen zugeordnet werden konnte, entschied man sich für eine Verlängerung der Rahmenleisten in der Höhe, um das Gemälde wieder einsetzen zu können. Die fehlenden Leistenstücke wurden am Rahmen ergänzt und passend mit Goldbronze auf schwarzer Untermalung gefasst. Dabei sollte die Fuge bewusst sichtbar bleiben, um die Ergänzung erkennbar zu lassen.

 

 

Heimkehrende Boote Detail 2
Heimkehrende Boote Detail 3

 

Originalrahmen Detail 3

 

 

Die „Heimkehrenden Boote“ gehören zu einer Werkgruppe Schmidt-Rottluffs, die ab 1920 in Jershöft, einem Fischerdorf an der pommerschen Ostseeküste, entstanden sind. Schmidt-Rottluff verbrachte dort fast regelmäßig die Sommer- und Herbstmonate. Der Künstler brachte auf diesen Gemälden das Leben auf dem Land und in der Natur auf die Leinwand, Szenen mit Fischern und Bauern sowie Motive aus dem bäuerlichen Leben sind überwiegend Thema. Neben den „Heimkehrenden Booten“ malte Schmidt-Rottluff u. a. die Bilder „Heuernte“ und „Bauer mit Kühen“, beide mit der Datierung 1921 und auch diese Gemälde sind mit einem Bretter- Rundstabrahmen versehen.

 

Bauer mit Kuehen 2

Karl Schmidt-Rottluff, „Heuernte“, 1921, Öl auf Leinwand, Kunstsammlungen Chemnitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Bauer mit Kuehen 2

Karl Schmidt-Rottluff, „Bauer mit Kühen“, 1921, Kunstsammlungen Chemnitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Trennung der „Heimkehrenden Boote“ von ihrem Rahmen könnte bereits bei Erwerb des Bildes erfolgt sein. (2) Buchheim übernahm dieses Gemälde und weitere Werke aus der Sammlung Felix Weise im Oktober 1950 und überführte es im Privatauto von Halle in die Bundesrepublik. Aus einer Schilderung von Buchheims Frau Diethild von 1987 ist bekannt, dass Buchheim viele Gemälde ungerahmt transportierte, um die illegale Ausfuhr aus der DDR besser vor den Grenzkontrollen verschleiern zu können. Der Rahmen könnte also unabhängig vom Bild entweder gleichzeitig oder bei einem späteren Besuch transportiert worden sein, doch ist für die anderen Gemälde aus der Sammlung Weise, die in die Sammlung Buchheim gelangten, keiner der auf Fotografien aus dem Haus Weise überlieferten Rahmen heute im Buchheim Museum.

 

Theodor Rosenhauer (1901-1996), „Bischofswerda im Winter“

Um eine ähnliche Thematik handelt es sich bei dem Gemälde des Dresdener Künstlers Theodor Rosenhauer „Bischofswerda im Winter“, 1950/68, aus der Kunstsammlung Lausitz. Das Bild ist von einem geschnitzten Schmidt-Rottluff Rahmen umgeben – noch präziser von einem Bretterrahmen mit zum Bild hin umlaufender, gekerbter Linie.

 

 

Rosenhauer 1

 

KSR Rosenhauer 1

 

Rosenhauer 2

 

 

Der Hinweis über die Existenz des Rahmens kam von einem aufmerksamen Leser der Weltkunst, in der über die Ausstellungen im Brücke-Museum in Berlin und im Buchheim Museum in Bernried sowie den dazu erschienenen Katalog „UNZERTRENNLICH. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler“ berichtet wurde (Alexandra González: Fest verbunden, Weltkunst, Ausgabe Nr. 172, Juni 2020). (3)
Diese Art Schnitzrahmen fertigte Schmidt-Rottluff hauptsächlich zwischen 1912 und 1914 an. In diesem Fall ließ der Künstler die gekerbte Linie holzsichtig stehen, die schmale gerade Fläche, die sich dadurch innen an der Rahmenleiste ergab, ist mit Goldbronze auf rotem Untergrund gestrichen, die übrige breite Fläche ist schwarz gefasst.
Das Gemälde „Bischofswerda im Winter“ wurde 1999 bereits gerahmt von der Kunstsammlung Lausitz aus dem Nachlass Rosenhauer erworben. Ob Rosenhauer sein Bild selbst mit dem Schmidt-Rottluff Rahmen versah und wie dieser gegebenenfalls in Besitz Rosenhauers gekommen ist, ist leider nicht bekannt und unklar. Da Rosenhauer jedoch sehr viel Wert auf Rahmen legte und sie als Teil seiner Bilder sah (4), ist die Vermutung nicht abwegig, dass der Dresdener Künstler den Schmidt-Rottluff Rahmen für „Bischofswerda im Winter“ selbst wählte. Das Motiv harmoniert farblich mit der Rahmenfassung, darüber hinaus entspricht der Rahmen grundsätzlich Rosenhauers Vorliebe hinsichtlich der Rahmengestaltung: „Sehr wichtig waren ihm die dunklen, oft tiefschwarzen und breiten Rahmen, die er sich vom Tischler anfertigen ließ und im Farbton dem Bilde anpaßte. Das helle Motiv auf dunklen Grund gesetzt, tritt in der noch dunkleren Umrahmung um so (sic) kräftiger hervor und erfährt durch sie eine doppelte Steigerung.“ (5) Ebenso ergibt die für Rosenhauer typische matte und nicht mit Firnis behandelte Malschicht ein stimmiges Gesamtbild mit der groben, nicht glänzenden Oberfläche des Rahmens.
Rosenhauer selbst zeigte Bewunderung für die Künstlergruppe BRÜCKE, die sich 1905 in Dresden gründete, auch wenn er für sich einen anderen Malstil wählte. (6) Der Schmidt-Rottluff-Rahmen mit dem Bild von Rosenhauer gibt noch einige Rätsel auf, so ist beispielsweise noch nicht geklärt, welches Bild Schmidt-Rottluffs sich ursprünglich in dem Rahmen befand. Der Rahmen ist rückseitig mit „Schmidt-Rottluff“ und „Frauen unter dem Blütenbusch“ beschriftet, jedoch ist unter Schmidt-Rottluffs Werken kein Gemälde mit exakt diesem Titel verzeichnet. (7) Mit der Dresdener Galerie Arnold sowie dem Kunstsalon Emil Richter in Dresden, Kunsträume, in denen die Brücke-Künstler ausstellten und Werke von ihnen verkauft wurden, war auch Theodor Rosenhauer in Kontakt. (8) Ob hier der Zusammenhang zwischen Schmidt-Rottluffs Rahmen und dem Gemälde von Rosenhauer zu finden ist, ist zu diesem Zeitpunkt noch offen.

 

 

Bauer mit Kuehen 2

Theodor Rosenhauer, „Kind auf gelbem Stuhl“, 1948, Öl auf Leinwand, Galerie Neue Meister Dresden,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Sicher ist jedoch Rosenhauers besonderes Augenmerk auf Rahmen sowie ihre farbliche Abstimmung auf die sich darin befindenden Bilder – als Beispiel hier das Gemälde „Kind auf gelbem Stuhl“ von 1948 aus der Galerie Neue Meister Dresden. Das Bild in den vom Künstler bevorzugten Erd- und Grautönen umgibt ein braun gefasster Rahmen mit ockerfarbener Leiste im Lichtbereich. Der Rahmen vermittelt zum Bild und es ergibt sich eine harmonische Gesamtwirkung. „Theodor Rosenhauer bettete seine Gemälde in wohlabgestimmte dunkle Rahmen. Sie sind wichtiger Bestandteil seiner Gemälde. Es ist für ihn stets ein besonderes Ärgernis, wenn Galerien sich an ihnen vergreifen, sie farbig ändern oder auch gleich durch andere ersetzen. Ähnlich steht es mit dem Auftragen neuen Firnisses auf den matten Glanz seiner Bilder“ (9), so der Dresdener Kunsthistoriker Fritz Löffler (1899–1988), der Rosenhauer persönlich kannte.

 

Marianne Saal, Kunsthistorikerin M. A.

 

 

 

1 Herzlichen Dank an Daniel J. Schreiber, Direktor, und Rajka Knipper, Sammlungsleiterin des Buchheim Museums, für die Information zum Bild, die dem bisher unveröffentlichten Ausstellungstext von Herrn Schreiber entnommen ist.
2 Die Informationen in folgendem Abschnitt stammen ebenfalls von Daniel J. Schreiber, Direktor, und Rajka Knipper, Sammlungsleiterin des Buchheim Museums und sind dem bisher unveröffentlichten Ausstellungstext von Herrn Schreiber entnommen.
3 Herzlichen Dank an Martin Baumgart, ehemaliger Mitarbeiter der Kunstsammlung Lausitz für den freundlichen Hinweis über den Standort des Werks. Herzlichen Dank auch an Bernd Gork, Betreuer der Kunstsammlung Lausitz für die Informationen zu Bild und Rahmen.
4 Vgl. Löffler, Fritz: Theodor Rosenhauer, in: Dresdener Kunstblätter, Staatliche Kunstsammlung Dresden (Hrsg.), 32. Jahrgang, Heft 2, Dresden 1988, S. 59.
5 Werner, Gabriele: Theodor Rosenhauer in der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden, Ulrich Bischoff (Hrsg.), Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Amsterdam/Dresden 1997, S. 16.
6 Vgl. ebd., S. 8.
7 Herzlichen Dank an Christiane Remm von der Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung für die Information.
8 Herzlichen Dank an Bernd Gork für den Hinweis.
9 Löffler, in: Dresdener Kunstblätter 1988, S. 59.

 

Publikation
01.07.2020

Ausgewählte Beispiele mit fundierten Informationen zu den originalen Künstlerrahmen und ihrer Fertigungsweise bieten mehr als nur einen Einblick in das Thema der Brücke-Rahmen. Lassen Sie sich inspirieren von den opulenten Abbildungen, erfahren Sie Hintergrundinfos und entdecken Sie bisher unbekannte Details!

Publikation
23.06.2020

Die Publikation ist ein wichtiger Beitrag zur kunsthistorischen Forschung, ein großartiges Tool für Sammler und Experten, aber auch ein ästhetisches Highlight für Bibliophile und Kunstbegeisterte: der Band greift die Idee des Gesamtkunstwerks der Brücke-Künstler auf und zeigt erstmals Bild und Rahmen als kompositorische Einheit. Speziell für den opulenten Bildteil wurden sämtliche Kunstwerke in ihren Rahmen fotografiert und hochauflösende Detailfotos bieten einen beispiellosen Blick auf die technische Ausführung und farbige Gestaltung der Rahmen.

Bei der 456 Seiten umfassenden Publikation handelt es sich nicht nur um einen Ausstellungskatalog, sondern sie ist zugleich das Standardwerk zu den originalen Rahmen der Brücke-Künstler. In zehn Essays von national und international renommierten Experten wird das Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Zahlreiche Kurztexte und ausführliche Rahmenbeschreibungen geben belastbare Informationen zu verschiedenen Rahmenarten und ihrer Fertigungsweise.

 

Hrsg. von Werner Murrer, Lisa Marei Schmidt & Daniel J. Schreiber

 

Mit Texten von Richard Ford, Detlef Göschel, Wolfgang Henze, Olaf Lemke, Eva Mendgen, Werner Murrer, Bernd Müller, Tanja Pirsig-Marshall, Gerd Presler, Christiane Remm, Tessa Rosebrock, Marianne Saal, Elisabeth Schlesinger, Lisa Marei Schmidt, Daniel J. Schreiber, Katrina Schulz, Aya Soika, Maria Tischner und Kirsten Voigt

 

Hardcover, 456 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 30,5 x 24,5 cm; Koenig Books London; ISBN 978-3-96098-728-4 

Nur noch im Shop des Buchheim Museums erhältlich.

 

Redaktion: Bernd Müller, Isabel Fischer, Rajka Knipper

 

Gestaltung: Annika Riethmüller

 

Mit großzügiger Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und der RNK Stiftung

 

untertrennlich auszug 01

 

untertrennlich auszug 02
 

 

 

Begleitend gibt es eine einführende Onlineversion zur Publikation. Ausgewählte Beispiele mit fundierten Informationen zu den originalen Künstlerrahmen und ihrer Fertigungsweise bieten mehr als nur einen Einblick in das Thema der Brücke-Rahmen. Lassen Sie sich inspirieren von den opulenten Abbildungen, erfahren Sie Hintergrundinfos und entdecken Sie bisher unbekannte Details!

 

Mehr dazu im Blogbeitrag: Onlineversion zur Publikation

 

unzertrennlich spark

 

Presse
17.06.2020

»Wenn es jemand gibt, der den perfekten Blick für die optimale Rahmung von Bildern und Kunstwerken hat, dann ist es Werner Murrer.«

 

Presse
01.06.2020

»Kaum zu glauben, dass auf dem schon sehr beackerten Feld des Expressionismus so bahnbrechende Entdeckungen überhaupt noch möglich sind.«

»Höchste Zeit, dass sich das endlich ändert«

Ausstellung
Referenz
15.05.2020

Am 28. März hätte die zweite Station von UNZERTRENNLICH mit dem Titel WIEDERENTDECKT. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler eröffnet werden sollen. Doch leider musste die »wissenschaftlich, wirtschaftlich und ästhetisch ambitionierteste Ausstellung seit Bestehen des Buchheim Museums« wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie abgesagt werden. Nichtsdestotrotz möchten wir Sie an der Vorbereitung der Ausstellung, die von 16. November 2019 bis zum 13. März 2020 im Brücke-Museum in Berlin zu sehen war, teilhaben lassen!

 

Film zur Ausstellung

Filmstill, Stafelalp

 

Auf der Suche nach den Rahmen der Brücke-Künstler – Der Film zur Ausstellung

 

Der Titel ist durchaus wörtlich zu verstehen: begleitend zu den Recherchearbeiten der Ausstellung ist ein spannendes Road-Movie entstanden. Die Doku von Sebastian Eschenbach und der Sammler und Jäger Filmproduktion GmbH in Berlin zeigt die Vorbereitung der Ausstellung, die mit vielen Reisen verbunden war, gewährt Einblicke hinter die Kulissen der Museen und in den Arbeitsalltag des Rahmenmachers.

Kommen Sie mit auf diese Reise! Sie erstreckt sich von Kirchners Hütte auf der Stafelalp in den Schweizer Alpen bis zu Noldes Wohnhaus in Seebüll an der Grenze zu Dänemark. Seien Sie mit dabei, wenn im Kirchner Museum Hinweise zu Kirchners Rahmen entdeckt werden, im Buchheim Museum durch Zufall ein originaler Schmidt-Rottluff-Rahmen gefunden wird, im Brücke-Museum neue Bezüge und Ausblicke hergestellt und in einem Galeriedepot verloren geglaubte Rahmen ihren Gemälden zugeordnet werden.

 

Den Film sowie weitere Informationen zu Ausstellungsprojekt und Katalog finden Sie auf www.bruecke-rahmen.de

 

Filmstill Nolderahmen

Filmstill, Nolderahmen

Vortrag
14.05.2020

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Rahmen vermehrt als Bestandteil des Bildes gesehen. Diese Entwicklung begann mit eigenen Konzepten und Ideen für die Rahmung, setzte sich fort mit konkreten Entwürfen, die Künstler zur Fertigung in Auftrag gaben, und gipfelte schließlich in der eigenhändigen Herstellung von Künstlerrahmen.

Die Ausstellung zu den Rahmen und Bildern der Brücke-Künstler, die zuerst im Brücke-Museum in Berlin (16.11.2019 bis 15.3.2020) und danach im Buchheim Museum in Bernried (28.3. bis 5.7.2020) zu sehen sein wird, beleuchtet zum ersten Mal die originalen Rahmen der Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Emil Nolde, Otto Mueller und Max Pechstein und ihre Einbindung in die Gesamtkomposition ihres Werks. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Rahmen der Brücke-Künstler, die mit Farbe, Bronze oder auch geschnitzten Elementen individuell gearbeitet sind, einschlägige Beispiele für die Künstlerrahmen des Expressionismus.

Die beiden Ausstellungen geben den Anlass zu einem zweitägigen Symposium, bei dem das Thema „Künstlerrahmen“ umfassend diskutiert werden soll. Dabei liegt der Schwerpunkt im Zeitraum von 1880 bis zu den späten 1930er. Das Spektrum der Beiträge ist dabei breit gefächert, um einen umfassenden Überblick über das Thema zu geben und beinhaltet unter anderem die Entwicklung des Künstlerrahmens, seine Funktion und Rezeption sowie restauratorische und handwerkliche Aspekte.

Das für den 14. und 15. Mai 2020 geplante Symposium in der Pinakothek der Moderne München und im Buchheim Museum in Bernried musste coronabedingt leider abgesagt werden.

Ausstellung
31.01.2020

NEURAHMUNG VON LUIGI RUSSOLOS „REVOLUTION"
Luigi Russolos farbintensives Gemälde „Revolution“ (ca. 1911), das hauptsächlich in den Primärfarben Rot, Blau und Gelb gestaltet ist, präsentiert sich im Kunstmuseum Den Haag nun in einem holzsichtigen Rundstabrahmen. Die Oberfläche ist in hellbraunem Beizton leicht glänzend gestaltet.

 

Luigi Russolo 06
Luigi Russolo 07

 

Das Gemälde „Revolution“ (ca. 1911) des futuristischen Malers Luigi Russolo und der „Blauregen“ (1917-1920) des Impressionisten Claude Monet, beides Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums Den Haag, sind in neuen Rahmen zu besichtigen.

 

Die Recherche zur Neurahmung dieses Werks führte zunächst zur Ausstellung „Les Peintres Futuristes Italiens“ in der Pariser Galerie MM. Bernheim-Jeune & Cie. Von 5. bis 24. Februar 1912 fand dort die erste Ausstellung der italienischen Futuristen Gino Severini, Luigi Russolo, Umberto Boccioni und Carlo Carrà im europäischen Ausland statt. (1) Russolos „Revolution“ war eines von insgesamt 35 Exponaten. Die Ausstellung machte im Anschluss Station in der Londoner The Sackville Gallery, LTD. und von 12. April bis 31. Mai desselben Jahres in der Galerie Sturm von Herwarth Walden in Berlin. (2) Auf Waldens Initiative hin konnten 24 Werke (3) der Futuristen-Ausstellung auf einer Wanderausstellung in verschiedenen deutschen und europäischen Städten gezeigt werden. (4)
Eine historische Aufnahme aus der Ausstellung bei Bernheim-Jeune & Cie zeigen Werke Boccionis, die in holzsichtigen Halbrundstabprofilen gerahmt waren.

 

Boccioni Marinetti 01

Umberto Boccioni und Filippo Tommaso Marinetti vor Gemälden Boccionis © ullstein bild – adoc-photos

 

Das Halbrundstabprofil war für die futuristischen Maler eine nicht seltene Rahmenform. Zuweilen wurde der Rahmen auch in die Malerei mit einbezogen, beziehungsweise das Bildmotiv auf dem Rahmen fortgesetzt, wie beispielsweise bei Giacomo Ballas „Abstract Speed + Sound“ (1913-14) aus der Peggy Guggenheim Collection.

Die Präsentation der Futuristen war für Herwarth Walden die 2. Ausstellung, die in seiner Galerie Sturm stattfand. Die Eröffnungsausstellung nur einige Wochen zuvor, im März 1912, gestaltete Walden u.a. mit Werken Oskar Kokoschkas und des Blauen Reiter. (5) Bezüglich des Blauen Reiter handelte es sich um eine Auswahl von Gemälden, die zuvor auf der ersten Ausstellung der Gruppe in der Modernen Galerie von Heinrich Thannhauser (6) in München von Dezember 1911 bis Januar 1912 zu sehen waren. Die erste Blaue Reiter-Ausstellung wurde im Anschluss an Thannhauser im Gereonsclub in Köln gezeigt, woher Walden sie vermutlich kannte. (7) Hinsichtlich der Art der Rahmung ist festzustellen, dass auch Franz Marc, Gründungsmitglied des Blauen Reiter, für seine Gemälde häufig Rundstabrahmen verwendete. Im Blogbeitrag auf dieser Website Die erste „Blaue Reiter“ Ausstellung bei Thannhauser – Reproduktionen in originalgetreuen Rahmen wurden bereits einige Werke von Franz Marc im Rundstabprofil vorgestellt.

 

Frank Marc 01

Franz Marcs „Mandrill“ (1913) im Schloss Schönhausen, Depot für beschlagnahmte „Entartete Kunst“, gerahmt im Halbrundstabprofil © bpk / Zentralarchiv, SMB

 

Der Katalog zur Futuristen-Ausstellung beinhaltete neben den Exponaten auch eine Kurzbeschreibung der Werke von den Künstlern selbst. Für sein Gemälde verfasste Russolo folgende Zeilen: „Der Zusammenstoß zweier Mächte. Das revolutionäre Element der Enthusiasten und roten Lyriker gegen die Macht der Schlaffheit und des starren Festhaltens an der Tradition. Die Engel sind die schwingenden Wellen der früheren Macht.“ (8)

 

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Luigi Russolo 01

 

Neurahmung von Claude Monets „Blauregen (Wisteria)“
Neben Russolos Gemälde wurde auch Claude Monets „Blauregen (Wisteria)“ (1917-1920) anlässlich der Ausstellung „Monet – The Garden Paintings“ im Kunstmuseum Den Haag neu gerahmt. 

 

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Das Werk aus dem Sammlungsbestand des Museums ist eines von nur acht bekannten Bildern von Monets Blauregen-Gemälden, die heute noch existieren. (9) Sie sind lange nicht so populär wie Monets Seerosen-Bilder, obwohl das Blauregen-Motiv vom Künstler selbst von Anfang an auch für seine „Grandes Décorations“ vorgesehen war: über einer ellipsenförmigen Installation mit Seerosen-Gemälden war ein Fries mit Blauregen-Bildern geplant, der Übergang sollte fließend sein.
Als die Gemälde schließlich 1927 – bereits nach Monets Tod – dem französischen Staat übergeben wurden und in der Orangerie der Tuilerien in Paris ihren Platz fanden, wurden die Blauregen-Bilder aufgrund mangelnden Platzes nicht in die Installation integriert, sondern lagerten bis auf Weiteres zusammen mit zahlreichen Seerosen-Kompositionen in Monets Atelierräumen in Giverny. (10)
Dass Monet die Seerosen- und Blauregen-Gemälde ursprünglich als eine große Gesamtinstallation gesehen hat, war ein Aspekt, der mitunter bei der Wahl des neuen Rahmens eine Rolle spielte. Neben einer zeitlich passenden Lösung, sollte der Rahmen dezent und schlicht sein, das Rahmenprofil nicht überladen wirken. Barocke Rahmen, die häufig für Monets Gemälde verwendet wurden, waren nicht mehr zeitgemäß und würden im Speziellen für den „Blauregen“ eine zu starke Begrenzung für das Motiv mit seiner ursprünglichen Konzeption darstellen.

 

Monet 01
Monet 02
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Für das Gemälde wurde schließlich eine Kopie eines Rahmens angefertigt, wie er im frühen 20. Jahrhundert im Handel erhältlich war, und zwar ein Rundstabrahmen mit profiliertem Lichtbereich und gekehltem Rücken. Ende des 19. Jahrhunderts war es bereits üblich, dass Profilleisten maschinengrundiert wurden, was meistens eine Fassung in Schlagmetall zur Folge hatte. Das Rahmenprofil um Monets „Blauregen“ mit der Datierung 1917-1920 stammt somit aus der Entstehungszeit des Gemäldes.

 

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Das Gemälde ist bis 02. Februar 2020 noch Teil der Ausstellung „Monet – The Garden Paintings“ im Kunstmuseum Den Haag und anschließend in der ständigen Sammlung des Hauses zu sehen.

 

 

Marianne Saal, Kunsthistorikerin M. A.

 

 

1 Der Maler Giacomo Balla, der von Anfang an den bildenden Künstlern der futuristischen Bewegung angehörte, war in dieser Präsentation und den sich daraus ergebenden Folgeausstellungen nicht mit Werken vertreten, vgl. Irene Chytraeus-Auerbach, Der „Sturm“ und der italienische Futurismus, in: Der Sturm. Zentrum der Avantgarde, Ausst.-Kat. Von der Heydt-Museum Wuppertal 2012 (2 Bde.), hg. von Andrea von Hülsen-Esch und Gerhard Finckh, Bd. 2, S. 300, Fußnote 9.
2 In Paris und London wurden in den Ausstellungen insgesamt 35 Werke der futuristischen Maler gezeigt, in Waldens Galerie Sturm waren es 33. Boccionis „Razzia“ und Severinis „Reiseeindrücke“ wurden von den Besitzern dieser Werke für die Berliner Ausstellung nicht zur Verfügung gestellt, vgl. ebd. S. 289.
3 Es handelt sich dabei um fünf Werke von Umberto Boccioni, neun von Carlo Carrà, fünf von Luigi Russolo und fünf von Gino Severini. Die 24 Werke wurden als Konvolut von dem Berliner Bankier Dr. Albert Borchardt aus der Ausstellung angekauft. Durch den Verbleib der Werke in Berlin war es Walden möglich, eine Wanderausstellung zu organisieren. Zum Kritikpunkt wurde dabei allerdings die Zahlungsmoral Borchardts gegenüber den Künstlern. Zu Werken und Wanderausstellung, vgl. Emily D. Bilski, Heinrich Thannhauser als Münchner Kunstmäzen und Kulturförderer, in: Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste (Hrsg.): Sammeln. Stiften. Fördern. Jüdische Mäzene in der deutschen Gesellschaft, Bd. 6, Köthen 2008, S. 241-242 sowie Chytraeus-Auerbach, in: Von der Heydt-Museum 2012, Bd. 2. S. 292-293.
4 Bzgl. der verschiedenen Ausstellungsstationen, vgl. ebd. (letztere Literaturangabe).
5 Vgl. Antje Birthälmer, Im Spannungsfeld der Moderne – vom Aufbruch in Wuppertal zur ersten Ausstellung des „Blauen Reiter“, in: Von der Heydt-Museum 2012, Bd. 1, S. 53-55.
6 Die auf 24 Werke reduzierte Wanderausstellung der Futuristen, wie oben erwähnt, wurde im November und Dezember 1912 in der Galerie Thannhauser in München gezeigt.
7 Vgl. Birthälmer, in: Von der Heydt-Museum 2012, Bd. 1, S. 53.
8 Ausst.-Kat., London, The Sackville Gallery, März 1912.
9 Zu Geschichte und Installation von Monets Seerosen- und Blauregen-Kompositionen, vgl. Nina Siegal, Under a Monet Painting, Restorers Find New Water Lilies, 3. Juni 2019, New York Times, https://www.nytimes.com/2019/06/03/arts/monet-wisteria-water-lilies.html [Stand 31.01.2020 https://www.nytimes.com/2019/06/03/arts/monet-wisteria-water-lilies.html [Stand 31.01.2020], sowie Schrifttafel-Information im Musée de l’Orangerie zu Monets Seerosen

Presse
27.12.2019

»Die Ausstellung „Unzertrennlich“ im Brücke-Museum macht eine Nebensache zur Hauptsache«

 

Ausstellung
Referenz
16.11.2019

Zum Ausstellungsthema gibt es eine eigene Website:

www.bruecke-rahmen.de/de/

Ausstellung
08.08.2019

Die Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Emil Nolde, Otto Mueller und Max Pechstein nahmen die Rahmung ihrer Werke oft selbst in die Hand, wodurch charakteristische, auf das Bild abgestimmte Rahmen entstanden. Plattenrahmen, Halbrundstäbe, Giebelprofile, farbig gefasste, geschnitzte oder gekerbte Rahmen sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Für die Künstler der „Brücke“ formten Bild und Rahmen eine Einheit – dies ist auch für WERNER MURRER RAHMEN selbstverständlich. Seit über 30 Jahren beschäftigen wir uns mit der Kunst des richtigen Rahmens und können dabei auf die Expertise von einem Team aus Kunsthistorikern, Schreinern, Vergoldern, Buchbindern, Glasern, Holzbildhauern und Künstlern zurückgreifen. Aus dieser langen Auseinandersetzung mit dem Thema geht nun die Ausstellung „UNZERTRENNLICH. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler“ hervor.

 

Ernst Ludwig Kirchner 01
Ernst Ludwig Kirchner 02
Ernst Ludwig Kirchner 03

Ernst Ludwig Kirchners „Bildnis des Dr. Carl Hagemann“ (1928/32, Städel Museum Frankfurt) in farblich passend gefasstem Künstlerrahmen. Dass Rahmen für Kirchner eine wichtige Rolle gespielt haben zeigt auch das kleine gerahmte Bild, das im Gemälde links zu sehen ist.

 

Die vorbereitende Forschung für die Ausstellung konnte zu einem großen Teil in den eigenen Räumlichkeiten erledigt werden: WERNER MURRER RAHMEN verfügt über einen großen Fundus von mehreren Tausend originalen Rahmen, genauen Profilzeichnungen und Musterwinkeln nach historischem Vorbild, eine umfassende Fachbibliothek sowie ein digitales Bildarchiv mit derzeit 99.000 Fotos. Dabei spielen insbesondere Originalfotografien von Ausstellungen eine wichtige Rolle, da leider in den meisten Bestands- und Ausstellungskatalogen sowie in den Werkverzeichnissen sämtliche Kunstwerke ohne ihre Rahmen abgebildet sind – eine Praxis, die bis heute so gehandhabt wird und diesen blinden Fleck weiter tradiert.

 

Recherchen in den Depots und Archiven von zahlreichen Museen sowie in Privatsammlungen im In- und Ausland förderten neues Wissen zu Tage und geben einen – wenngleich noch unvollständigen – Überblick über das Ausmaß der noch bestehenden originalen Rahmen der Brücke-Künstler. Im Zuge dieser Recherchen war es nun unter anderem möglich, Gemälde, die seit Jahrzehnten von ihren Künstlerrahmen getrennt waren, wieder mit ihren originalen Rahmen zusammenzuführen. Somit können diese „Gesamtkunstwerke“ endlich wieder als Ganzes gezeigt werden und eröffnen dadurch neue Perspektiven – für die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung, aber auch für die kunsthistorische Forschung.

 

Katalog UNZERTRENNLICH

Der Katalog zur Ausstellung „UNZERTENNLICH. Rahmen und Bilder der Brücke-Künstler“

 

Der Ausstellungstitel UNZERTRENNLICH spiegelt wider, was für WERNER MURRER RAHMEN schon immer offensichtlich war: der Rahmen komplementiert – insbesondere bei der „Brücke“ – das Kunstwerk und kann daher nicht davon separiert werden. Die Ausstellungen sollen nun dazu beitragen, dass die Gemälde nicht mehr völlig isoliert betrachtet, sondern zusammen mit ihrem Rahmen als eine Einheit wahrgenommen werden. Wir freuen uns darauf, das Wissen und die Erfahrung, die wir durch intensive Beschäftigung und Forschung in diesem Bereich gesammelt haben, durch die Ausstellungen und den begleitenden Katalog weitergeben zu können.

 

Die Ausstellung wird im Brücke-Museum in Berlin sowie im Buchheim Museum in Bernried zu sehen sein.

Brücke-Museum, Berlin, 16. November 2019 – 15. März 2020
Buchheim Museum, Bernried am Starnberger See, 28. März – 5. Juli 2020

 

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie auf www.bruecke-rahmen.de.

 

 

Maria Tischner, Kunsthistorikerin M.A.

 

 

 

Presse
21.07.2019

»weil man die Bedeutung von Rahmen schon immer unterschätzt hat«

Vortrag
23.05.2019

Direktorin Ute Stuffer im Gespräch mit Werner Murrer anläßlich der Ausstellung ERNST LUDWIG KIRCHNER "Fantastische Figuren" im KUNSTMUSEUM RAVENSBURG

Ausstellung
29.03.2019

Am 18. Dezember 1911 betrat der „Blaue Reiter“ mit seiner ersten Ausstellung in der „Modernen Galerie“ von Heinrich Thannhauser in München die öffentliche Kunstszene. Wassily Kandinsky und Franz Marc hatten nur zwei Wochen Zeit, um die Ausstellung ihrer neu gegründeten Künstlergruppierung zu organisieren und sie in den Galerieräumen in der 3. Etage des Arco-Palais in der Theatinerstraße 7 zu präsentieren. In eben diesem Gebäude befindet sich heute die auf gewerblichen Rechtsschutz spezialisierte Anwaltskanzlei HOYNG ROKH MONEGIER. Der kunsthistorischen Bedeutung dieser Örtlichkeit bewusst, ließ die Rechtsanwaltskanzlei nun Gemälde der ersten „Blauen Reiter“ Ausstellung in aufwendig fotografischen Reproduktionen rekonstruieren. Für eine möglichst authentische Wirkung wurden die Fotodrucke von WERNER MURRER RAHMEN originalgetreu, wie sie in der Ausstellung vor über 100 Jahren zu sehen waren, gerahmt.

 

Originalaufnahmen der ersten „Blauen Reiter“ Ausstellung in der „Modernen Galerie“ von Heinrich Thannhauser im Arco-Palais in München im Dezember 1911 sind hier zu sehen.*

 

„Wichtiges: Wir haben für I. Ausstellung der Redaktion der Blaue Reiter zwei Säle bei Thannhauser für 18. Dez. – 1. Jan. abgeschlossen. 1 Schicke nun unbedingt ein großes und ein bis zwei kleine Bilder (…) Schön wäre es, wenn Du als Rahmen einfaches Holz nehmen würdest und bunt bemalen im Sinne bemalter alter Glasbildrahmen etc. Wir planen diese Idee in der Ausstellung zu lancieren. Aber natürlich nur, wenn es nach Deinem Sinne ist. Also nun geht’s los.“2
Diese Zeilen schreibt Franz Marc in Vorbereitung auf die Ausstellung am 7. Dezember 1911 an den befreundeten Künstler August Macke und zeigt damit, dass die Rahmung der Werke für die Künstler selbst keine Nebensache war, sondern genauen Vorstellungen unterlag. Die fotografische Dokumentation der ersten „Blauen Reiter“ Ausstellung von Gabriele Münter, die dort selbst mit einigen Arbeiten vertreten war, gibt einen Eindruck von den räumlichen Beschaffenheiten, den präsentierten Werken in den dazugehörigen Rahmen und ihrer Hängung wieder. Aufgrund dieser Aufnahmen und des fachlichen Wissens von WERNER MURRER RAHMEN über die historischen Rahmungen der Werke des „Blauen Reiter“ und seinem Umfeld ist eine Rekonstruktion der Bilder in den entsprechenden Rahmen möglich. 

 

Galerie Thannhauser 8 1

Reproduktion von Franz Marcs „Die großen blauen Pferde“ bei HOYNG ROKH MONEGIER

Galerie Thannhauser 8 2

Reproduktion im rekonstruierten Rahmen

 

 

Galerie Thannhauser 8 3

…und des Gemäldes „Die gelbe Kuh“

Galerie Thannhauser 8 4

 

Für die Fotodrucke, die nun die Büroräume der Rechtsanwaltskanzlei HOYNG ROKH MONEGIER schmücken, wurden von Franz Marc „Die großen Blauen Pferde (1911)“ und „Die gelbe Kuh (1911)“, von Gabriele Münter das Gemälde „Reiflandschaft (1911)“ sowie von Robert Delaunay „St. Séverin No. 1 (1909)“ und „La ville No. 2 (1910)“ ausgewählt. Die beiden Bilder von Franz Marc sind in hellen holzsichtigen Halbrundstabprofilen gerahmt. Franz Marc verwendete für seine Gemälde häufig das Halbrundstabprofil, wie es auf der originalen Aufnahme in der Galerie Thannhauser, die „Die gelbe Kuh“ zeigt, zu sehen ist.
Auf einer Fotografie von Herwarth Waldens3 Wohnzimmer aus dem Jahr 1916 sind über dem Schreibtisch sowohl Franz Marcs „Gelbe Kuh“ als auch sein Gemälde „Schafe (1912)“ im originalen Halbrundstabrahmen dokumentiert. Als Vorlage, mitunter für „Die großen Blauen Pferde“, diente auch Marcs Gemälde „Der Turm der Blauen Pferde“ von 1913. Eine historische Aufnahme aus der Ausstellung „Entartete Kunst“ (Arkaden des Münchner Hofgartens, 1937) zeigt das Bild, dessen Verbleib bis heute unbekannt ist, original gerahmt im braunen Halbrundstab.

 

Franz Marc Wohnzimmer

Wohnzimmer von Herwarth Walden mit Gemälden von Franz Marc in originalen Halbrundstabrahmen
© bpk / Staatsbibliothek zu Berlin

Franz Marc Ausstellung

Franz Marcs „Turm der blauen Pferde“ in der Entarteten Kunst-Ausstellung
© bpk / Arthur Grimm

 

Eine Variante des Halbrundstabprofils, hellbraun gebeizt, findet sich des Weiteren bei einem kleinformatigen Hinterglasbild Marcs, das um 1911 entstanden ist und die Idee des Hinterglasbildrahmens aus obigem Zitat aufgreift.

 

Hinterglasbild Franz Marc

Hinterglasbild Franz Marc:
„Innenraum mit Mann und Frau in altdeutscher Tracht“
© PSM Privatstiftung Schloßmuseum Murnau

 

Für Gabriele Münters „Reiflandschaft“ wurde nach dem Originalfoto ein Rahmen mit abgeflachtem Viertelrundstab und abgeschrägter Stufe in patinierter Silberfassung angefertigt. Dieser Rahmentypus tritt bei Gemälden Münters um 1910 häufiger auf und stellt ein für diese Zeit charakteristisches Rahmenprofil für Münter dar.

 

Galerie Thannhauser 11

Rahmenprofil, versilbert

Galerie Thannhauser 8 9

Eckverbindung mit Schwalbenschwanz

 

Als besonders interessant stellten sich die Rahmungen der beiden Gemälde des damals in Paris lebenden Künstlers Robert Delaunay heraus. „St. Séverin No. 1“ und „La ville No. 2“ zeigen eine sehr frühe Form von Randleisten, wie sie von Paul Klee ab den 1920er und von Wassily Kandinsky erst in den 1930er Jahren verwendet wurden. Die Leisten haben eine einfache gebeizte oder farblich gestaltete Oberfläche. Delaunay ist damit in den Jahren um 1910 ein Vorreiter für diese schlichte Rahmenform.

 

GMJE 2908 Ausstellung

Delaunay’s „St. Séverin No. 1“ in originalen Randleisten

 

 

 

Galerie Thannhauser 8 7

Delaunays „St. Séverin No.1“ bei HOYNG ROKH MONEGIER

Galerie Thannhauser 8 10

„St. Séverin No.1“ und „La ville No.2"

 

Als Heinrich Thannhauser im November 1909 die „Moderne Galerie“ im Arco-Palais eröffnete, schuf er damit eine wichtige Ausstellungsplattform für die europäische Avantgarde4 und dies unabhängig von seinem persönlichen Geschmack5. Insbesondere für den „Blauen Reiter“ spielte die Galerie Thannhauser in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle. Die Künstlergruppierung stellte dort nicht nur zum ersten Mal aus, die Galerie war im Vorfeld bereits für ihre Entstehung wegweisend und von großer Bedeutung. Von 1. bis 15. Dezember 1909, kurz nach der Galerieeröffnung, fand bei Thannhauser die erste Ausstellung der Neuen Künstlervereinigung München (NKVM) statt, im Jahr darauf, von 1. bis 14. September 1910 die zweite. Zu dieser Vereinigung schlossen sich in München tätige, avantgardistische Künstler wie Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky, Marianne von Werefkin, Alexander Kanoldt und Adolf Erbslöh zusammen. Vor allem die zweite Ausstellung der NKVM erntete grobe Kritik. Einer der wenigen Befürworter der gezeigten Kunst und damit auch der Ausstellung war Franz Marc, der sich an Thannhauser mit der Bitte wandte, ihn mit Kandinsky bekannt zu machen, worauf Marc Mitglied der NKVM wurde.6 Als sich im Laufe der Zeit innerhalb der Künstlervereinigung Unstimmigkeiten und Streitereien über Ausstellungskonzepte und künstlerische Inhalte häuften, traten Kandinsky und Marc am 2. Dezember 1911 aus und gründeten die Redaktion „Der Blaue Reiter“.7 Paradoxerweise fand die erste „Blaue Reiter“ Ausstellung parallel zur 3. Ausstellung der NKVM ebenfalls in den Galerieräumen bei Thannhauser statt, wodurch sich dem Besucher die Möglichkeit bot, „in einem Durchgehen die Avantgarde der Avantgarde zu betrachten.“8
Als Ausstellungsfläche hatte Thannhauser den 250 qm großen Lichthof im Erdgeschoss des Arco-Palais, der sich heute nicht mehr erhalten hat, sowie neun Räume in der 3. Etage zur Verfügung. In diesen Räumlichkeiten, die Kandinsky als die „vielleicht schönsten Ausstellungsräume in ganz München“9 bezeichnete, war es möglich, mehrere Ausstellungen gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Anschluss an die Moderne Galerie Thannhauser war die erste „Blaue Reiter“ Ausstellung im Januar/Februar 1912 zunächst in Köln im Gereonsklub zu sehen, im März diente sie dann als Eröffnungsausstellung für Herwarth Waldens neue Galerie „Der Sturm“ in Berlin.

 

Die großen blauen Pferde
Galerie Thannhauser 8 5

 

 

Galerie Thannhauser 8 8 

Heute wie auch vor 100 Jahren:
Der Blick vom Arco-Palais auf die Münchner Frauentürme

 

 

Marianne Saal, Kunsthistorikerin M. A.

 

 

* Aufgrund bildrechtlicher Regelungen können wir einige historische Fotos leider nicht auf Dauer in unserem Blog bereitstellen, daher verweisen wir hier auf den Blog der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München.
1 Die Ausstellung fand offiziell vom 18. Dezember 1911 bis zum 3. Januar 1912 statt. Vgl. Lüttichau, Mario-Andreas von: Der Blaue Reiter in der Modernen Galerie Heinrich Thannhauser, in: Der Blaue Reiter und das neue Bild. Von der „Neuen Künstlervereinigung“ zum Blauen Reiter“, hg. von Annegret Hoberg und Helmut Friedel, München 1999, S. 320.
2 Franz Marc an August Macke am 7. Dezember 1911, in: Briefwechsel: August Macke – Franz Marc, Lisbeth Macke – Maria Marc, 1910 bis 1914; Franz Marc – Lisbeth Macke, 3.8.1914 bis 5.2.1916; Lisbeth Macke – Maria Marc, 6.8.1914 bis 14.3.1916, Köln 1964, S. 86 ff.
3 Herwarth Walden war der Gründer der Galerie „Sturm“, die im März 1912 in Berlin eröffnet wurde.
4 Vgl.: Koldehoff, Stefan und Chris Szolwijk (Hrsg.): Die Galerie Thannhauser. Van Gogh wird zur Marke, Stuttgart 2017, S. 20-22 und Bilski, Emily D.: Die „Moderne Galerie“ von Heinrich Thannhauser, München 2008, S. 13-14 und 25-27. Letztere Angabe betrifft die Futuristenausstellung 1912, die neben Paris, London und Berlin auch in München bei Thannhauser gezeigt wurde.
5 Vgl.: Bilski, Emily D.: Heinrich Thannhauser als Münchner Kunstmäzen und Kulturförderer, in: Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste (Hrsg.): Sammeln. Stiften. Fördern. Jüdische Mäzene in der deutschen Gesellschaft, Bd. 6, Köthen 2008, S. 243.
6 Vgl.: Lankheit, Klaus: Der Blaue Reiter. Dokumentarische Neuausgabe, München 1979, S. 255-256.
7 Vgl.: ebd. S. 256 ff. Zum Begriff Redaktion: „Der Blaue Reiter“ gründete sich zunächst aus der Idee, einen Almanach, eine Art Jahrbuch zu verfassen, der für die künstlerische Ausdrucksweise maßgebend und richtungsweisend sein sollte. Daher sprechen Marc und Kandinsky von der Redaktion „Der Blaue Reiter“ und nicht von einer Künstlergruppe, vgl.: hierzu: ebd. S. 257-258.
8 Lüttichau, Mario-Andreas von: Die Moderne Galerie von Heinrich Thannhauser in München, in: Junge, Henrike (Hrsg.): Avantgarde und Publikum, Köln 1992, S. 303.
9 Wassily Kandinsky zit. nach: Bilski 2008, S. 17.

 

Ausstellung
Referenz
28.09.2018

Das Gemeente Museum Den Haag zeigt aktuell vom 29. September 2018 bis zum 27. Januar 2019 eine große Retrospektive des Expressionisten Alexej von Jawlensky, darunter ein Frauenportrait von 1911 und die Landschaft bei Oberstdorf von 1912, die explizit für diese Ausstellung von WERNER MURRER RAHMEN neu gerahmt wurden. Alexej von Jawlensky ist bekannt für seine in Farbe und Pinselstrich ausdrucksstarken Köpfe, überwiegend Frauenköpfe, und Landschaften. Beide Themenbereiche treten ab 1911 in seinem Werk in den Vordergrund. Das Frauenportrait und die Landschaft bei Oberstdorf sind in kräftigen, kontrastreichen Farbtönen in Öl auf Karton ausgeführt. Obwohl der Frauenkopf eher skizzenhaft angelegt ist, indem der Schulteransatz nur mit Linien angedeutet und der übrige Schulterbereich farblich nicht ausgestaltet wurde, verliert das Portrait nicht an Präsenz und Ausstrahlung. Für beide Gemälde kamen somit nur Rahmen in Frage, die zum einen aus der Entstehungszeit der Werke stammen und zum anderen der Expressivität der Darstellungen gerecht werden. Ein Blick auf die historischen Rahmungen der Bilder Jawlenskys um 1910, die der Wahl der jetzigen Rahmen zugrunde liegen, bestätigen diesen Ansatz.

Presse
27.07.2018

»Der Münchner Rahmenbauer Werner Murrer, spezialisiert darauf, historisch stimmige Rahmen anzufertigen, bekam vom Munch-Museum den Jahrhundertauftrag, das Sortiment neu zu rahmen.«

 

Vortrag
13.07.2018

Zur Fortführung der Themenreihe zu Zierrahmen lädt die Fachgruppe Gemälde herzlich zu einer Exkursion am 13. und 14.07.2018 nach München ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Werner Murrer statt, der sich dankenswerterweise bereit erklärt, die Veranstaltung in den Räumen seiner Firma WERNER MURRER RAHMEN durchzuführen.

 

Programm

Am Freitag, 13.07., 10–17 Uhr ist eine Werkstattführung mit Vortrag bzw. ein Austausch zum Thema Rahmen geplant.
Eine allgemeine Einführung zu Charakteristika bestimmter Zeiten und Stile, kann durch den reichen Rahmenfundus Werner Murrers direkt veranschaulicht werden. Herr Murrer und sein Team lassen die Teilnehmer exemplarisch an Entscheidungsprozessen teilhaben, bei denen Um- bzw. Neurahmungen vorgenommen wurden. Angesprochen werden hier Aspekte der Rückführung bzw. Rekonstruktion, aber auch Gründe für die Modifizierung vorhandener Rahmungen.
Einen weiteren Komplex in diesem Zusammenhang stellt die sachgemäße Einrahmung aus konservatorischer Sicht dar. Hierzu ist ein allgemeiner Austausch zu heutigen Anforderungen, wie Falzauskleidung, Verglasung, Aufdopplung und Rückseitenschutz angedacht. Herr Murrer bietet auf Wunsch an, dass 1–3 aktuelle Fallbeispiele zur Projektvorbereitung besprochen werden können (beispielsweise zu Paul Klee, Wassily Kandinsky). Wenn Sie uns bei Ihrer Anmeldung konkrete Fragestellungen mitteilen, leiten wir diese gern an Herrn Murrer weiter, so dass er sich darauf vorbereiten kann.

Am Samstag, 14.07., ca. 10–14 Uhr nimmt sich Werner Murrer die Zeit, für einen gemeinsamen Ausstellungsbesuch, bei dem er das Thema anhand von Beispielen weiter veranschaulichen kann. Der genaue Ort wird hier in Abhängigkeit vom aktuellen Ausstellungsangebot und Projekten von Herrn Murrer festgelegt und den Teilnehmern kurz vor Beginn der Veranstaltung kommuniziert.

 

VDR

Ausstellung
Referenz
01.07.2018

Anlässlich der Schenkung durch den Förderverein des Lenbachhauses wurde das Gemälde In die Nacht hinein von 1910, stilistisch und zeitlich richtig, neu gerahmt.

Vorlage war ein originaler Rahmen aus unserer Sammlung. Besonders auffällig ist die extrem komplizierte Eckverbindung des Grundrahmens die originalgetreu kopiert wurde. Details machen den Unterschied!

 

 

Vortrag
28.06.2018

Der Rahmen als Markenzeichen bei Kirchner

“Nun, die Fabrikmarke meiner Kunst ist E.L. Kirchner und nichts weiter“1, mit diesen Worten verteidigt Kirchner sich selbst und seine Kunst gegen den Überbegriff und die allgemein künstlerische Einordnung Expressionist. Kirchner macht sich selbst zum Markenzeichen, das es zu vermarkten gilt. Eine Marke braucht auch eine passende Verpackung. Ist „E.L. Kirchner“ die Marke für seine Kunst, so ist die markenspezifische Verpackung die von ihm selbst gestaltete und gefasste Rahmung für seineGemälde. Aus Briefen ist bekannt, dass Bilder ohne die entsprechenden Rahmen für Kirchner nicht denkbar sind. So schreibt er am 5. Oktober 1937 an Lucas Lichtenhan, den Leiter der Baseler Kunsthalle: „Ungerahmte Bilder gebe ich niemals auf Ausstellungen, das geht bei meinen Arbeiten nicht. Wenn ich etwas mache, so recht und so gut als irgend möglich, sonst lieber nicht.“2 Bild und Rahmen bilden für Kirchner eine Einheit. Ist die Rahmung eines Werks unvollendet, verzichtet er lieber auf dieTeilnahme an einer Ausstellung, als ein unvollständiges Werk zu präsentieren. Weiter heißt es einige Tage später, am 23.10.1937, erneut an Lichtenhan: “Ist es nicht besser, die Ausstellung zu verschieben auf nächstes Jahr. Mir wäre es sicher ebenso lieb. Ich muss so einige Bilder weglassen, da die Rahmen nicht trocknen.“3 Diese Briefzitate sind späte Zeugnisse für die Bedeutung von Rahmen für Kirchners Werke, er hat sich jedoch zeitlebens mit Rahmenentwürfen und deren selbst ausgeführter Fassung beschäftigt. Die Rahmen der Brücke Künstler sind bereits während der Brücke Zeit von 1905 bis 1913 frühe Beispiele für Künstlerrahmen und zeichnen sich zusätzlich durch ihre individuelle Gestaltung innerhalb der Gruppe aus. Kirchner legte nicht nur großen Wert auf seine Rahmenfassungen, er setzte dabei auch auf große Originalität, weshalb bei ihm vermutlich keine Rahmen mit geschnitzter Verzierung bekannt sind. Ornamentale, bildhauerische Rahmengestaltungen haben bereits andere Künstler, wie Emil Nolde oder Karl Schmidt-Rottluff verwendet. Für Kirchners Rahmengestaltung typisch ist eine Fassung in grünlicher Goldbronze, die er passend zum jeweiligen Bild farblich übertönte. Das „Mädchen im Südwester“ von 1912/1920 oder auch „Skizzierender Künstler mit zwei Frauen“ von 1913 sind als Beispiele hierfür zu nennen. Zur Werbe- und Verkaufsstrategie gehört allerdings auch die Bereitschaft zur Verhandlung, um auf den Geschmack des Kunden oder des Händlers einzugehen. Hinsichtlich seiner bevorzugten Bronzefassung schreibt Kirchner an den Sammler Carl Hagemann :„Ich will Ihnen gern Entwürfe zeichnen. Ich glaube ja, dass grüngold immer am besten aussieht um die Bilder, aber der Rahmen richtet sich ja auch nach der Wohnung.“4 Die Beispiele und die entsprechenden Belege für das Zusammenspiel und die Zusammengehörigkeit von Bild und Rahmen bei Kirchner, was unweigerlich Auswirkung sowohl auf die Rahmenprofile als auch auf die Fassungen hat, sind zahlreich. Kirchner steht damit nicht nur für die Vermarktung seiner selbst, sondern stellvertretend für eine innovative Bewegung in der Kunst zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Die Brücke Künstler suchen und finden ihren eigenen „Weg aus dem Goldrahmen“5.

 

Der Blick auf ihre Werke verändert sich und wird sensibilisiert hinsichtlich der Gesamtkomposition Bild und Rahmen. Diese Innovation bietet genug Anschauungsmaterial, um die Rahmen der Brücke Künstler in einer Ausstellung zum Thema zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Brücke Museum in Berlin und dem Buchheim Museum in Bernried rückt im Herbst 2019 die Brücke und ihre Rahmen kuratiert von WERNER MURRER RAHMEN ins Zentrum. Die Werke und Originalrahmen Ernst Ludwig Kirchners tragen einen bedeutenden Teil dazu bei.

 

1 Brief von Kirchner an Georg Schmidt vom 26.08.1924, zit. nach: Krämer, Felix: E. L. Kirchner – Die Fabrikmarke meiner Kunst, S. 110, in: Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglyphen, hg. von Joachim Jäger, Berlin 2016, S. 108-111

2 Ernst Ludwig Kirchner. Der gesamte Briefwechsel, hg. von Hans Delfs, Zürich 2010, Nr. 3410

3 Ebd., Nr.3426

4 Brief von Ernst Ludwig Kirchner an Carl Hagemann vom 25.10.1916, in: Kirchner, Schmidt-Rottluff, Nolde,Nay… Briefe an den Sammler und Mäzen Carl Hagemann, hg. von Hans Delfs u.a., Ostfildern-Ruit 2004, S. 70

5 Traber, Christine: In Perfect Harmony? Entgrenzungen in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts, S. 234, in: Mendgen, Eva (Hrsg.): In Perfect Harmonie. Bild + Rahmen 1850-1920, Amsterdam u.a. 1995, S.221-248

 

Ausstellung
04.05.2018

Das Munch Museum Oslo stellt in seiner aktuellen Ausstellung MASTERPIECES ON THE MOVE – MUNCH IN NEW FRAMES noch bis zum 6. Mai das Rahmenprojekt zu Edvard Munchs Werken vor. Das Munch Museum Oslo wird im Juni 2020 in einen Neubau am Hafen direkt neben der berühmten Oper umziehen. Zu diesem Anlass werden die Werke Edvard Munchs neu gerahmt. Werner Murrer ist für seine Leidenschaft zu historischen Rahmen bekannt.

Referenz
03.05.2018

In der traditionellen japanischen Lacktechnik können auch hochwertige Oberflächen für Bilderrahmen geschaffen werden.

Ausstellung
21.02.2018

Das Faust-Festival München, unter der Initiative der Kunsthalle München und dem Gasteig, zieht die ganze Stadt vom 23. Februar bis 29. Juli 2018 mit über 500 verschiedenen Veranstaltungen rund um das Thema Faust in seinen Bann. Dass dabei auch Rahmen eine wichtige Rolle spielen, zeigen zwei Projekte, an denen WERNER MURRER RAHMEN im Zuge des Faust-Festivals beteiligt ist.

Ausstellung
14.12.2017

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau zeigt aktuell eine Ausstellung mit 132 Arbeiten von Gabriele Münter, die größtenteils noch nie öffentlich gezeigt wurden oder deren Ausstellung im öffentlichen Raum schon lange zurückliegt. Über die Hälfte dieser Werke haben hierfür von WERNER MURRER RAHMEN einen neuen Rahmen bekommen. Sie stammen überwiegend aus dem umfangreichen Bestand historischer Rahmen oder wurden dort in den Werkstätten angefertigt.

Presse
21.01.2017

»Museen aus aller Welt wissen, wo sie die besten Rahmen für ihre millionenschweren Gemäldesammlungen bekommen können: Bei Werner Murrer in München-Thalkirchen.«

Ausstellung
Referenz
17.11.2016

"Werner Murrer aus München sucht europaweit echte „Treffer“ und arbeitet für viele große Häuser."

"Werner Murrer stellte gemeinsam mit Museumsdirektor Dr. Thomas Richter und Sabine Denecke dieses Projekt vor."

Presse
01.09.2016

»Werner Murrer tauchte erst in die Geheimnisse der Renaissance ein, bevor er der Sixtinischen Madonna einen neuen Rahmen baute.«

 

Ausstellung
30.05.2016

Mit der Wiedereröffnung der Hamburger Kunsthalle wurde diese um einen weiteren spannenden Bereich erweitert. Im transparenten Museum haben die Besucher nun die Möglichkeit Einblicke hinter die Kulissen eines Museums – und hinter die Rahmen- zu erhalten.

Denn neben Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln gehört auch die Beschäftigung mit den Bilderrahmen zu den Aufgaben eines Museums. Während die Vorderseite des Rahmens wichtig für die ästhetische Wirkung des Bildes ist und es in seinem zeitlichen und räumlichen Entstehungskontext verortet, bietet die Rahmenrückseite wichtige Auskünfte über die Provenienz eines Gemäldes. Stempel, Etiketten und Beschriftungen liefern Hinweise über ehemalige Besitzer und Ausstellungsteilnahmen und tragen so entscheidend zur Erforschung eines Werkes bei.

 

Liebermann 01

Liebermanns Gemälde „Die Birkenallee im Wannseegarten nach Westen“ mit originalem, vom Künstler patiniertem Rahmen.

 

 

Liebermann 02

Etikette und Beschriftung auf der Rückseite von Liebermanns Gemälde „Die Birkenallee im Wannseegarten nach Westen.“

 

Einen der Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Rahmen Max Liebermanns. Neben originalen Künstlerrahmen werden auch museale Umrahmungen vorgestellt. Und hier darf man nun interaktiv mit entscheiden – zumindest virtuell: In einer eigens angefertigten App dürfen die Besucher verschiedene historische Rahmen aus der Sammlung von WERNER MURRER RAHMEN für Liebermanns Bild „Die Birkenallee im Wannseegarten nach Westen“ auswählen und dabei feststellen wie sehr die unterschiedlichen Rahmen den Charakter und die Ausstrahlung des Bildes unterstützen können.

 

Liebermann 03

In der eigens entwickelten App können die Besucher verschiedene historische Rahmenmodelle selbst farblich gestalten.

 

Liebermann, der von 1873 bis 1878 in Frankreich tätig war, wurde zwar in seiner Malerei von den französischen Impressionisten inspiriert, für seine Rahmungen waren aber vielmehr die aufwendigen Glanzgoldrahmen der Ausstellungen des Pariser Salons vorbildhaft. Die Rahmen reichen von opulenten Goldrahmen im Stile Louis XV., die den Konventionen der Salonausstellungen entsprechen, bis hin zu eher schlichteren dunklen Hohlkehlrahmen, die an holländische Modelle erinnern. Zwar hat Liebermann nicht selbst (wie etwa sein französischer Malerkollege Degas) Rahmen entworfen, sondern häufig seriell gefertigte Rahmen verwendet, die Auseinandersetzung mit seinen Bilderrahmen war ihm dennoch zeitlebens wichtig. So vollendete er zum Beispiel viele seiner Bilder erst im Rahmen, wie Zitate und Aufnahmen des Künstlers bei der Arbeit belegen.

 

Dass Liebermann dabei gerne auch auf antike Rahmungen zurückgriff, macht diese Passage aus einem Brief an Wilhelm Bode[1] aus dem Jahr 1896 deutlich: „Das Bild meiner Eltern, zu dem ich den alten Rahmen möchte, ist 115 x 148. Ist’s nicht Vandalismus, soviel wegzuschneiden? Es gingen 25 Centimetres vom Rahmen verloren. Vielleicht ist ein passender vorhanden?“[2]

 

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Auf einer Fotografie erkennt man schließlich den fertigen Rahmen, den Liebermann für das Porträt seiner Eltern auswählte. (Foto: Jüdisches Museum Berlin)

 

Nicht immer nahm Liebermann die Auswahl seiner Rahmen selbst vor. So ist belegt, dass auch der ehemalige Museumsdirektor der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark Rahmen für einige Liebermann-Bilder bestellte. Dieser berücksichtigte aber vor allem bei der Farbgebung der Rahmen die Wünsche des Malers, denn „Liebermann mußte ja selber am besten wissen, wie seine Bilder herauszubringen waren.“[3] Die meisten der Rahmen waren polimentvergoldet und wurden anschließend mit einer relativ deckenden Patinierung in harmonischer Abstimmung mit den Bildfarben versehen. Eine besonders schöne weiß-gräuliche Übermalung im Stile der Rahmen vieler französischen Impressionisten weist der originale Rahmen in der Ausstellung im Transparenten Museum auf.[4]

 

Liebermann 05

Detailaufnahme von der originalen Fassung.

 

 

 

[1] Wilhelm Bode, der seit 1890 Direktor der Gemäldegalerie Berlin war, setzte sich intensiv für die Verwendung von Rahmen aus der Entstehungszeit des Bildes ein.

[2] Max Liebermann: Briefe Bd. II: 1896-1901, hrsg. Von Ernst Braun, Baden-Baden 2012, S. 59.

[3] Porträt Peter Behrens; Alfred Lichtwark, Briefe an Max Liebermann, hrsg. Von Carl Schellenberg, Hamburg 1947, S. 71.

[4] Ausführliche Informationen zu den Rahmen Liebermanns im Aufsatz „Erst im Rahmen sind Bilder schön!“ von Michael von der Goltz, Babette Hartwieg und Barbara Wiemers, der 1995 im Katalog „Max Liebermann – der deutsche Impressionist“ von der Kunsthalle Bremen erschien.

Presse
17.12.2015

»Der richtige Rahmen für bedeutende Kunst, das ist Murrers Lebensthema, dafür ist ihm kein Aufwand zu groß. Seine Werkstatt gilt als die Adresse für Rahmenkunst. Anfragen kommen aus der ganzen Welt.«

Vortrag
27.11.2015

Das von der EGON SCHIELE RESEARCH SOCIETY (ESRS) in Zusammenarbeit mit der Wiener ALBERTINA und der Neulengbacher GALERIE AM LIEGLWEG veranstaltete 4th International EGON SCHIELE RESEARCH SYMPOSIUM 2015 (ESRS 2015) mit zahlreichen Forschungsberichten und Fachvorträgen zu Egon Schiele, den dazugehörigen Diskussionen sowie einer Besichtigung von Neulengbach auf den Spuren von Egon Schiele fand am Freitag und Samstag, den 27. und 28. November 2015 in WIEN und NEULENGBACH statt. 

Presse
06.11.2015

Die Frage »Was ist ein optimaler Rahmen?« beschäftigt das Team von WERNER MURRER RAHMEN tagtäglich. Gerade bei Papierarbeiten steht bei der Auswahl des Rahmens aber nicht nur die ästhetische Einheit von Bild und Rahmen im Vordergrund: Die Rahmen müssen konservatorischen Standards entsprechen ohne dabei aber ihre Funktionalität und Authentizität einzubüßen.

Ausstellung
05.11.2015

Der Chemiker Michel-Eugène Chevreul schrieb 1839: „Jeder Künstler täte gut daran, seinem Bild selber die Rahmung zu wählen, die sich am besten für eine richtige Präsentation eignet.“ Viele Künstler des 19. Jahrhunderts folgten seinem Rat und bezogen ihre Rahmen immer mehr in die künstlerische Gestaltung mit ein.

Ausstellung
Referenz
30.10.2015

Zwei Bildern von Georg Philipp Wörlen im MMK Passau fehlten für die Ausstellung Wie Phoenix aus der Asche die Rahmen. Die besondere Herausforderung lag darin, die neuen Rahmen in Ausfertigung und Erscheinung möglichst nah an die Originale aus den Zwanziger- und Vierzigerjahren heran kommen zu lassen. Deshalb galt es zu beachten, dass sich Wörlens Stil während seines Schaffens stark veränderte.

Ausstellung
28.10.2015

Im Briefverkehr Schieles finden sich drei von ihm selbst gezeichnete Rahmenprofile. Bei den Profilzeichnungen aus den Jahren 1916 und 1917 handelt es sich um eine sogenannte „Hoffmannleiste“. Josef Hoffmann entwarf zwar zahlreiche Rahmenprofile, doch vor allem die einfache, nach ihm benannte Hoffmannleiste setzte sich bei den österreichischen Künstlern durch.

Ausstellung
27.10.2015

Eines unserer Hauptinteressen bei WERNER MURRER RAHMEN sind Expressionistenrahmen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen schließlich auch die Künstler in Deutschland ihre Rahmen vermehrt selbst zu gestalten. Der Wunsch, dass Bild und Rahmen in Harmonie zueinander stehen sollten, veranlasste sie für ihre Rahmen eigene Profile zu entwerfen, sie mit Ornamenten zu verzieren und die Oberflächen mit Bronzen und anderen farbigen Fassungen zu tönen.

Ausstellung
25.09.2015

Am 19. September lud die Initiative Deutsche Manufakturen zum Manufakturen@Tag des Handwerks nach Berlin ein und WERNER MURRER RAHMEN war als einziger Rahmenmacher in den prachtvoll renovierten historischen Gebäuden der Königlichen Porzellan Manufakturen vertreten.

Mehr als 1.800 Menschen strömten zur Nacht der Manufakturen, um dort die ausschließlich in Deutschland handgefertigten Produkte zu bestaunen und sich über deren Produktionsprozesse zu informieren. Denn mit ihren in traditionellen Verfahren hergestellten Erzeugnissen setzt die deutsche Handwerkskunst bis heute internationale Maßstäbe für Qualität.

 

 

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Nach den Reden am Eröffnungstag gab es Berliner Currywurst, die stilvoll in einer Kurland Porzellanschale der Königlichen Porzellan Manufakturen gereicht wurde und kleine Häppchen – liebevoll verpackt in maßgeschneiderten Feinkartonagen.

 

Ausstellung
16.09.2015

Nach unsere Rahmen is ja janz Berlin verrückt! Am 19. September 2015 ist der bundesweite Tag des Handwerks und in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) präsentieren sich die herausragendsten Manufakturen Deutschlands. Als einziger Rahmenhersteller zeigen wir in der gläsernen Manufaktur unser Können.

Ausstellung
09.09.2015

Die Albertina in Wien ist schon seit langen Jahren treuer Kunde unseres Hauses. Wir lieben den Wiener Schmäh aber Sandler sind wir keine, auch wenn wir das Sandeln meisterhaft beherrschen. Dabei handelt es sich um eine traditionelle Vergoldertechnik, mit der wir den Renoir-Rahmen der Sammlung Batliner verzierten: Nachdem der Rahmen vergoldet und patiniert worden ist, lackieren wir einen Teilbereich. Die feuchte Oberfläche wird sodann mit feinem Sand bestreut. So entsteht eine strukturierte Oberfläche im Stil des 19. Jahrhunderts, die perfekt zu dem Mädchenbildnis von 1879 passt – ganz edel und gar nicht abgesandelt.

 

 

Presse
01.09.2015

»Während der jahrelangen Beschäftigung mit Expressionistenrahmen hat das Team um Werner Murrer eine Vielzahl von erhaltenen Originalrahmen dokumentiert und konnte so, in Abstimmung mit zeitgleichen Profilen und Fassungen, die abgebildeten Rahmen rekonstruieren.« 

Presse
01.06.2015

»Murrers Werkstatt ist eine moderne Manufaktur, in der sich das Wissen aus vielen Jahrhunderten sammelt und so liest sich auch die Liste der Werkstoffe: Champagner-Kreide, Gänsekiel, Knochenleim, Sandarak, Drachenblutrot und China Clay.«

Presse
01.05.2015

»Die Verbindung des technologisch anspruchsvollen Protect-Magnetrahmens von Halbe mit einem zeitgenössischen Zierrahmen, der entsprechend den Wünschen von Künstlern, Galeristen, Sammlern und Museumskuratoren das Werk adäquat zur Geltung bringt, erfordert sehr viel Wissen und Erfahrung. 

 

Ausstellung
09.11.2014

Anlässlich der Neueröffnung des Museums wurden viele Werke namhafter Künstler des beginnenden 20. Jahrhunderts ihrem Stil gemäß neu gerahmt. Darunter sind wichtige Bilder von Max Liebermann, Lovis Corinth, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Georg Muche, George Grosz, Max Ernst und Georg Baselitz. Nach aufwendiger Recherche konnte zu mehreren Bildern ein Originaldokument gefunden werden, das den ursprünglichen Rahmen zeigt.

Ausstellung
Presse
Referenz
02.11.2014

She called the restoration of more than 20 frames in the Busch-Reisinger’s collection (19 of which were either recreated to replicate the artists’ original frame choices or were made from resized historical frames from the appropriate period) “one of the most important parts of the preparation of our new installation.”

Presse
01.11.2014

»A terrific introduction to German Expressionism follows, with Ernst Ludwig Kirchner’s unforgettable Self-Portrait with a Cat in clashing oranges and pinks (and with a new, historically accurate frame).«

Presse
01.11.2014

»Zu fast allen Bereichen des Kunsthandwerks gibt es eigene Museumsabteilungen oder gar Spezialmuseen. Bilderrahmen fristen ihr Dasein meistens im Depot. Und doch sind es die führenden Rahmenmacher, die gleichzeitig historische Beispiele bewahren.«

 

Ausstellung
Referenz
11.10.2014

Für eine angemessene Präsentation der Zeichnungen Vincent Van Goghs haben wir einen neuen Sammlungsrahmen entwickelt. Vorlage für den Zierrahmen war ein historischer Rahmen aus unserer Sammlung. Für die konservatorische Unterkonstruktion wurde ein modifizierter Conservo-Magnetrahmen der Firma Halbe verwendet, der speziell für die hohen Bedürfnisse von Restauratoren und Museen konzipiert wurde.

Ausstellung
Referenz
23.09.2014

Rahmenentwicklung zur schwingungsarmen Rahmung der beidseitig bemalten Leinwand von Ludwig Meidner, Apokalyptische Landschaften, 1912/13 unter Berücksichtigung strenger konservatorischer Vorgaben sowie Fertigung eines beidseitigen Rahmens nach originalem Vorbild aus der Zeit.

 

Bank of America Merrill Lynch Art Conservation Project

 

 

 

Ausstellung
07.08.2014

Originale Rahmen für Pablo Picasso, André Masson, Fernand Léger und Albert Gleizes

Referenz
10.07.2014

Rekonstruktion von Randleisten nach originaler Vorlage eines Gemäldes aus dem Gemeentemuseum, Den Haag für ein Gemälde von Bart van der Leck, 1918

 

Presse
01.06.2014

»Das Besondere: Werner Murrers Werkstatt liefert alles aus einer Hand: ›Wir vereinen das Wissen von Schreinern, Glasern, Vergoldern und Buchbindern. Das bietet kaum eine andere Rahmenmanufaktur‹«.

Ausstellung
Referenz
06.05.2014

 Für das Munch Museum fertigten wir im größeren Umfang neue Sammlungsrahmen an. Sie folgen dem Rahmenkonzept, das sich bereits für die Grafische Sammlung der Albertina bewährt hat.

Ausstellung
10.10.2013

Drei Hauptthemen bestimmten die Präsentation auf der Exponatec 2013. Eine vielseitige Sammlung antiker Originalrahmen vom 16. bis 20. Jahrhundert stellte dar, wie unterschiedlich im Lauf der Geschichte an die Aufgabe der Rahmung herangegangen wurde. Eine Fotomontage mit einem Musterstück verhalf der Sixtinischen Madonna aus Dresden zu einem großen Auftritt. Weitere ausgewählte Rahmungsprojekte zeigten die Highlights aus unserem Sortiment.

Referenz
05.10.2013

Neurahmung zahlreicher Gemälde aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts, darunter Werke von Adolf Erbslöh, Alexander Kanoldt, Paul Klee, Franz Marc, Maria Marc, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin mit originalen Rahmen oder aufwendigen Kopien historischer Rahmen.

Presse
01.10.2013

»Manche Bilder vertragen aufgrund ihrer speziellen Malweise, ihrer Struktur und Konzeption keinen Rahmen«

Presse
01.08.2013

»Gerade erst hat er für Raffaels Sixtinische Madonna in Dresden einen Rahmen gebaut. Werner Murrers Lager umfasst zweitausend historische Modelle. Konkurrenzlos sind die Entwürfe des Rahmenmachers.«

 

Ausstellung
Referenz
22.05.2013

Entwicklung verschiedener Sammlungsrahmen für die unterschiedlichen Ansprüche historischer und zeitgenössischer Präsentation nach konservatorisch höchsten Ansprüchen

Presse
01.01.2013

»Das Gemälde Das verlorene Paradies von Franz von Stuck aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erhielt seinen Rahmen zurück. Die Rekonstruktion war ein gelungenes Zusammenspiel eines großen interdisziplinären Teams. Die Ausführung übernahm einer der besten Rahmenmacher Deutschlands.«

Presse
01.08.2012

»Ganz in diesem Stil [eines Altarbilds von Lorenzo Costa] wurde nun der ›Behälter‹ für die Madonna in minuziöser Handarbeit nachgeschnitzt. Aufwändig punziert, vergoldet und sogar künstlich gealtert, kann man dieses Werk kaum von einem Originalrahmen aus der Renaissance unterscheiden.«

Presse
13.07.2012

»Sie glauben gar nicht, wie viele Bilder in Sammlungen und auch in Privatbesitz noch keinen passenden Rahmen gefunden haben.«

Presse
01.07.2012

»Passend zum Geburtstag erhielt die weltberühmte Madonna nun einen Rahmen, der ihrer würdig ist und sie in neuem Licht erstrahlen lässt.«

Presse
01.06.2012

»...wird 500 Jahre alt. Zum Geburtstag bekommt sie einen neuen Rahmen. Ein Streifzug durch ihr bewegtes Leben«

Presse
30.05.2012

»Der neue Rahmen, nach historischen Vorbildern handgeschnitzt und mit Blattgold auf Hochglanz gebracht, gibt dem Bild etwas von seiner religiösen Dimension zurück.«

Presse
27.05.2012

»Mit seinen Rahmen hingegen hat er national wie international Anerkennung geerntet. So konnte er auch Dresden überzeugen.«

Ausstellung
Referenz
27.05.2012

Raffael, Sixtinische Madonna, 1512/13

2011/2012

 

Neurahmung anlässlich des 500. Geburtstages der Sixtinischen Madonna

Raffaels Meisterwerk entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts für den Hochaltar der Klosterkirche San Sisto in Piacenza und wurde 1754 von August III. für die Dresdner Sammlung angekauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg transportierte man das Bild samt Rahmen in die Sowjetunion, 1955 wurde es ungerahmt nach Dresden zurückgegeben. Der Verbleib des Rahmens blieb ungewiss, und so wurde damals ein Rahmen in der Ästhetik der 1950er-Jahre angefertigt.

Presse
03.05.2012

»Er weiß, was er kann – und dass es weltweit nur ganz wenige gibt, die in dieser Liga mitspielen können. Werner Murrer rahmt Bilder, häufig die Werke der ganz großen Meister.«

 

Presse
01.05.2012

»Am Anfang standen detaillierte Nachforschungen. Vom Originalrahmen war leider nichts überliefert. Wir haben daher ausgiebig norditalienische Renaissancerahmen studiert, fotografiert, skizziert und uns mit Kunsthistorikern beraten.«

Ausstellung
Presse
26.10.2011

»Vom Schreiner über den Glaser und den Vergolder bis hin zum Kunsthistoriker und Künstler sind 10 Gewerke unter einem Dach versammelt. Werner Murrers Werkstatt ist also der ideale Ort, um sich kompetent beraten zu lassen.«

Ausstellung
20.10.2011

Max Pechstein, Meererzählung, 1920

2011

 

Neurahmung nach der Vorlage eines Originalrahmens aus den 1920er-Jahren anlässlich der Ausstellung Zwischentöne. Die Sammlung Forberg.

Ausstellung
04.10.2011

Für die Ausstellung Der Blaue Reiter, die 2011 im Lenbachhaus, München und der Albertina in Wien gezeigt wurde, haben wir unter anderem Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Paul Klee, August Macke, Alfred Kubin, Heinrich Campendonk, Marianne Werefkin gerahmt.

Ausstellung
Referenz
07.06.2011

Neurahmung des berühmten Gemäldes Kopf in Blau, 1912, sowie weiterer Werke von Alexej von Jawlensky mit originalen Rahmen aus der Zeit.

 

Ausstellung
Referenz
05.05.2011

Neben mehreren Bildern von Heinrich Campendonk wurde auch Grüner Kruzifixus in bayerischer Landschaft, um 1913, mit einem historischen Rahmen aus der Entstehungszeit des Werkes neu gerahmt.

Presse
01.05.2011

»In mehr als 20 Jahren hat sich Werner Murrer bei Museen, Kuratoren und Künstlern einen Ruf als Spezialist für alte und historische Rahmen gemacht. Sein moderner Showroom im Stadtteil Thalkirchen ist integriert in eine 500 Quadratmeter große Werkstatt.«

Presse
01.04.2011

»Knifflige Problemstellungen wie zum Beispiel übergroße, schwere Formate, ungewöhnliche Materialien wie Kunststofffolien und spektakuläre Projekte sind seine [Werner Murrers] Leidenschaft.«

Presse
01.02.2011

»Er berät Künstler an der Münchner Akademie und immer wieder kommen Sammler und Künstler mit Werken zu ihm, um nach dem „idealen Rahmen“ zu fragen.«

Referenz
26.10.2010

Neurahmung etlicher noch nie gezeigter Gemälde von Gabriele Münter in originalen Rahmen aus der Zeit für das Münter-Haus in Murnau.

Ausstellung
26.10.2010

Neurahmung bedeutender Gemälde des 20. Jahrhunderts – unter anderem von Sonia Delaunay, Paul Klee, Max Ernst, Max Beckmann und Hermann Max Pechstein – mit größtenteils originalen Rahmen aus der Zeit.

Ausstellung
Referenz
16.07.2010

Konservatorische Betreuung der Sammlung und Rahmung etlicher wichtiger Gemälde von Claude Monet bis Alexej von Jawlensky.

Ausstellung
Referenz
08.07.2010

Besuch bei Verwandten: Thomas Bechinger trifft Giorgio Morandi

 

In Zusammenarbeit mit dem Künstler Thomas Bechinger wurden einige Gemälde von Giorgio Morandi von ihren nicht originalen, üppigen Rahmen befreit, die man in späterer Zeit montiert hatte. Nach aufwendiger Recherche konnten wir dort, wo keine originale Künstlerrandleiste mehr vorhanden war, eine solche für die Ausstellung rekonstruieren.

Presse
28.05.2010

»Mit dem Thalkirchner Rahmenmacher und -sammler Werner Murrer hat die Städtische Galerie einen Kenner gefunden. ›Über Rahmen Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es kaum Material‹, so Oggenfuss. Murrer habe hier weiterhelfen können.«

Referenz
25.05.2010

Der heilige Petrus und der heilige Paulus, 14. Jh. 

 

Entwicklung eines Diptychonrahmens nach einem sich noch im originalen Erhaltungszustand befindlichen Triptychons von Lorenzo Veneziano in der National Gallery, London

Ausstellung
Referenz
20.05.2010

Dank unseres umfassenden Wissens konnten wir anhand von historischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen den verloren gegangenen Originalrahmen für das Gemälde Das verlorene Paradies, 1897 von Franz von Stuck rekonstruieren.

Ausstellung
11.03.2010

Für die Dauerausstellung Monet bis Picasso. Die Sammlung Batliner rahmten wir – häufig sogar in originalen historischen Rahmen – zahlreiche bedeutende Werke der klassischen Moderne. Dazu zählten Kunstwerke des Impressionismus von Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley, Claude Monet, Edgar Degas und Paul Cézanne sowie des Postimpressionismus und Fauvismus, vertreten durch Paul Signac, Théo van Rysselberghe, Henri Matisse, Maurice de Vlaminck, André Derain, Georges Braque und Robert Delaunay.

Neue Rahmungen erhielten auch Werke von Amedeo Modigliani und Fernand Léger, der Surrealisten Max Ernst und Joan Miró und zahlreicher Künstler des Expressionismus und des Bauhaus: Edvard Munch, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde, Herrmann Max Pechstein, Otto Mueller, Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, August Macke, Alexej von Jawlensky, Heinrich Campendonk, Lyonel Feininger, Frantisˇek Kupka, Oskar Schlemmer, Paul Klee, Oskar Kokoschka und Max Beckmann. Gerahmt wurden ferner Werke der Russischen Avantgarde von Marc Chagall, Michail Larionov, Natalija Gontscharova, Ljubow Popova, Alexandra Exter, Aristarch Lentulow und Meisterstücke von Pablo Picasso und Juan Gris.

 

Nähere Informationen zur Ausstellung in der Albertina, Wien: albertina

 

 

sammlung batliner 01

Ausstellungsansicht Expressionisten

 

sammlung batliner 02

Ausstellungsansicht Blauer Reiter

 

Presse
01.03.2010

»Da haben wir einen Barockrahmen, der würde gut zu dem Motiv passen, ein Unikat zwar, doch das Ergebnis ist traumhaft.«

Presse
28.02.2010

»Kunst von der sie umgebenden Wirklichkeit abzugrenzen, zu diesem Zweck hat der Mensch in den letzten 500 Jahren die unterschiedlichsten Formen von Rahmen entwickelt. ›Eines waren sie von Anfang an: Spiegel ihrer Zeit und dekorativ.‹«

Ausstellung
02.02.2010

Für die Grafische Sammlung der Albertina in Wien konzipierte WERNER MURRER RAHMEN einen neuen Rahmentypus, der funktionell und ästhetisch den hohen Erfordernissen des Museums gerecht wird. Er besteht aus drei einzelnen Rahmen. Der untere Trägerrahmen nimmt das Passepartout von oben auf, sodass das Exponat nicht auf das »Gesicht« gelegt werden muss. Der mittlere Glasrahmen schafft zusätzliche Distanz zwischen Glas und Exponat, gleicht Größenunterschiede der Passepartouts aus und verhindert, dass Glasscheibe wie auch das Passepartout beim Einrahmen verrutschen. Diese beiden Rahmen bilden mit der Scheibe ein geschlossenes System, welches das Passepartout-Inlay schützend umgibt. Schließlich wird das dritte Element, der Sichtrahmen, als Verblendung über die Innenkonstruktion gestülpt und mit diebstahlsicheren Schrauben fixiert, sodass ein unbefugtes Öffnen beim Leihnehmer ausgeschlossen ist – der Sammlungsrahmen ist quasi versiegelt.

Referenz
28.09.2009

Andrea del Sarto, Die Heilige Familie, um 1514

 

Neurahmung mit einer sehr aufwendig geschnitzten, aus Pappelholz gefertigten Kopie eines italienischen Renaissanceplattenrahmens aus unserem Bestand.
Der Rahmen ist komplett vergoldet und wurde der Datierung des Kunstwerks entsprechend fachmännisch mit »Alterungsspuren« versehen.

Ausstellung
01.05.2009

Schwarze Originalrahmen aus vier Jahrhunderten präsentierten die Neuen Werkstätten und WERNER MURRER RAHMEN im Mai 2009 in der Ausstellung Im richtigen Rahmen in den Neuen Werkstätten, München.

Presse
01.04.2009

»›Es ist so schade, dass Rahmen nur in den seltensten Fällen signiert oder gestempelt wurden.‹ Als Künstler haben sich die alten Meister des Rahmenbaus eben nie bezeichnet. Auch Werner Murrer lehnt dies ab.«

Ausstellung
Referenz
25.03.2009

Neurahmung des Triptychons Alpleben nach einem Originalfoto

Ausstellung
Referenz
19.03.2009

Aufwändiger gotischer Triptychonrahmen mit Wasserschlag aus Eichenholz mit geschmiedeten Scharnieren für den Sigismund-Sebastians-Altar von Hans Burgkmair (1473–1531).

Publikation
01.03.2009

DER WEG ZUM NEUEN ALTEN RAHMEN

Mit der erfreulichen Anfrage des Kirchner Museum Davos wurden wir, die Firma WERNER MURRER RAHMEN, vor die Aufgabe gestellt, das Gemälde Alpleben neu zu rahmen – das einzige noch existierende Triptychon Ernst Ludwig Kirchners. Ausgangspunkt war ein altes Schwarzweissfoto, das die originale, vom Künstler selbst bestimmte Rahmung nur zum Teil und sogar noch in Perspektive zeigt. Auf der Basis unserer langen Erfahrung auf dem Gebiet der Rahmenrekonstruktion und einer umfangreichen Materialsammlung zum Thema machten wir uns an die Arbeit.
Unsere Münchner Werkstatt befasst sich seit über 20 Jahren ausschließlich mit Bilderrahmen. Mein Interesse für originale künstlerische Rahmenlösungen ist begründet durch meine Arbeit in einer führenden Galerie für den Deutschen Expressionismus und die Klassische Moderne während des Studiums; da ich später selbst eine Galerie hatte, sind mir auch der Austausch mit zeitgenössischen Künstlern und ihre Sichtweisen immer wichtig gewesen. In der Rahmengeschichte lässt sich ja erst spät ein Einfluss der Künstler auf ihre Bilderrahmen feststellen; nennenswerte Beispiele gibt es erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ich spezialisierte mich auf die Zeit des Expressionismus, da sich hier höchst unterschiedliche, individuelle Rahmungen finden, etwa bei Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde und eben Ernst Ludwig Kirchner. Die Künstler wählten keine industriell gefertigten Rahmen, sondern ganz einfache "Bretterrahmen": meist aus Nadelholz, mit Astlöchern versehen, die Maserung erkennbar, nicht traditionell echtvergoldet, sondern mit einfacher Goldbronze oder Malfarbe gestrichen – passend zu dem unmittelbaren Ausdruck und der Farbintensität ihrer Gemälde. Leider sind, wohl gerade wegen ihrer Einfachheit, diese Rahmen häufig von den Bildern getrennt worden, da mit der zunehmenden Anerkennung der Künstler und einhergehenden Wertsteigerung ihrer Werke ein neuer Blattgoldrahmen im Renaissancestil für den Handel hochwertiger erschien. Bis heute werden in Publikationen in den seltensten Fällen Originalrahmen mit den Gemälden abgebildet, obgleich sie von den Künstlern als untrennbare Einheit verstanden wurden.
Über viele Jahre hinweg haben wir in Museen, Privatsammlungen, Ausstellungen und Archiven Beispiele für Originalrahmen des Expressionismus dokumentiert. Dokumentieren meint hier nicht wissenschaftlich-theoretisch, sondern handwerklich-sinnlich: Rahmen mit Bildern fotografieren, Profile vermessen, Holzarten bestimmen, Holzbearbeitungsspuren sichten, Fassungen optisch analysieren und vieles mehr. Bei den interessantesten Vorlagen führte dies in der Konsequenz auch zum Nachbau von Rahmen in Form von grossen Musterwinkeln. Dies geschah alles ohne konkrete Aufträge, ermöglicht uns heute aber bei Rahmungen von Bildern aus dieser Zeit den Rückgriff auf einen bedeutenden Material- und Wissensfundus. Bei unserem Team handelt es sich um ein ganzheitliches Werkstatt-Konzept, das heute Seltenheitswert hat: Vom Schreiner über den Glaser, Holzbildhauer, Vergolder, Buchbinder und Architekten bis hin zum Kunsthistoriker und Künstler sind die unterschiedlichsten Gewerke unter einem Dach versammelt. Bei unserem Schwerpunkt, der Rahmung von Gemälden des Expressionismus, haben wir auch die Möglichkeit erkundet, mit Originalrahmen aus früheren Jahrhunderten, vor allem spanischen Rahmen aus dem 17. Jahrhundert, zu arbeiten. [1] Die Rekonstruktion eines originalen Rahmens jedoch bleibt eine besondere Herausforderung, gerade bei einem so aussergewöhnlichen Werk wie Kirchners Alpleben.

 

1 WERNER MURRER RAHMEN, Rahmenkunst am Beispiel expressionistischer Meisterwerke, Konstanz 2006

Siehe auch dazu den Blogbeitrag

 

Publikation anlässlich der Ausstellung IM HERZEN DES MUSEUMS 01: SAMMELN, Kirchner Museum Davos, hrsg. von Karin Schick.

Deutsch/Englisch
29 Seiten mit Abb.
Broschur

ISBN: 978-3-9523144-3-2

 

alpleben in neuem kleid cover
 

 

 

alpleben in neuem kleid auszug 1

 

alpleben in neuem kleid auszug 2

 


 

 

 

Presse
01.01.2009

 »Wann immer ich eine neue Arbeit gekauft habe, lasse ich alles stehen und liegen, fahre aufgeregt wie zum Date mit einer neuen Eroberung, nur dass bei mir das Date mit Werner Murrer – dem Meister aller Rahmen – stattfindet.«

Presse
01.05.2008

»Der [Rahmenbauer] hat ein Gespür für die Breite des Passepartouts und das Profil des Rahmens, weiß wie man Fotos montiert und beachtet konservatorische Gesichtspunkte. Eine der Koryphäen auf dem Gebiet ist Werner Murrer in München.«

Referenz
08.01.2007

Seit 2007 ist Werner Murrer als Vorsitzender des Prüfungsausschusses zum geprüften Bildeinrahmer bei der Handwerkskammer Stuttgart tätig.

Publikation
01.08.2006

Neurahmungen hochkarätiger Gemäldesammlungen sind selten. Die hier präsentierte Rahmung einer bedeutenden Privatsammlung expressionistischer Meisterwerke stellte eine besondere Herausforderung dar, da keine Originale oder auf Entwürfe der Künstler zurückgehende Rahmen erhalten sind. Anstatt hochwertige Kopien anfertigen zu lassen, entschied man sich für kostbare antike Rahmen aus dem Fundus von WERNER MURRER RAHMEN. Das reich bebilderte Buch dokumentiert nicht nur die gelungene Kommunikation von Sammler und Rahmenmacher, sondern führt auch die Wechselwirkung von Bild und Rahmen gleichsam als Gesamtkunstwerk vor Augen.

Leider vergriffen.

Publikation
01.08.2001

Fakten, Preise, Trends

Hrsg. von Renate Möller

Vortrag
01.01.2000

Gerne teilt WERNER MURRER RAHMEN sein Wissen mit anderen. In Vorträgen und Führungen zu ausgewählten Themen und bei besonderen Anlässen gibt Werner Murrer gerne persönlich einen Einblick in die Kunst der Rahmung.

Führungen durch die Werkstatt werden stets von unserem Team begleitet. Bereitwillig geben wir Interessierten detaillierte Einblicke in die Vergolderei sowie unsere Schreinerei und vermitteln Fachwissen rund um Passepartouts oder Glas. Dabei beantworten wir alle Fragen, speziell zu historischen Rahmenthemen.

Die Kunsthistorikerin und gelernte Kirchenmalerin Marianne Saal steht uns bei kunsthistorischen Themen zur Seite.

Vorträge zum Thema Präsentation von Kunst übernimmt in unserem Team Oliver Hottner, ausgebildeter Schreiner, Architekt und freischaffender Künstler.

 

Presse
01.06.1998

»In seinem Atelier in München rettet er [Werner Murrer] uralte Handwerkskünste vor dem Aussterben. Seit Murrer sein Herz an ein kleines Juwel mit fein geschnitzten Eckrosetten verlor, sammelt er historische Rahmen.«