Im 15. Jahrhundert finden Rahmen überwiegend im religiösen Bereich Verwendung und treten deshalb häufig als Einfassung von Altarretabeln oder Tafelbildern auf. Letztere sind oftmals Teil von Flügelaltären, bestehend aus zwei, drei oder auch mehreren Tafeln (Diptychon, Triptychon, Polyptychon). Die Rahmen werden hierfür aus Rechteckleisten mit einfacher Profilierung in Form einer Kehle, Schräge oder einem Wulst gefertigt. In ihrer Funktion als Altarflügel sind die Rahmen, aufgrund des Öffnens und Schließens, beidseitig gefasst. Bei der Fassung handelt es sich meist um Farbfassungen, kombiniert mit Vergoldung und verziert mit Schmucktechniken, wie beispielsweise einer Schablonierung oder Radierung.

Gotischer Rahmen

ca. 1420 - 1480

süddeutsch, österreicherisch oder schweizerisch

vgl. Schloss Eggenberg, Strigel Museum, Dom Museum Wien u.a.

Lichtes Maß: 87,4 x 60,2 cm

Profilbreite: 5,8 cm