Albertina, Wien
Sammlungsrahmen

Foto: Jens Bruchhaus

Für die Grafische Sammlung der Albertina in Wien konzipierte WERNER MURRER RAHMEN einen neuen Rahmentypus, der funktionell und ästhetisch den hohen Erfordernissen des Museums gerecht wird. Er besteht aus drei einzelnen Rahmen. Der untere Trägerrahmen nimmt das Passepartout von oben auf, sodass das Exponat nicht auf das »Gesicht« gelegt werden muss. Der mittlere Glasrahmen schafft zusätzliche Distanz zwischen Glas und Exponat, gleicht Größenunterschiede der Passepartouts aus und verhindert, dass Glasscheibe wie auch das Passepartout beim Einrahmen verrutschen. Diese beiden Rahmen bilden mit der Scheibe ein geschlossenes System, welches das Passepartout-Inlay schützend umgibt. Schließlich wird das dritte Element, der Sichtrahmen, als Verblendung über die Innenkonstruktion gestülpt und mit diebstahlsicheren Schrauben fixiert, sodass ein unbefugtes Öffnen beim Leihnehmer ausgeschlossen ist – der Sammlungsrahmen ist quasi versiegelt.

Alle drei Rahmen sind auf Gehrung gearbeitet und mit massiven Naturholzfedern für die hohen Anforderungen eines Wechselrahmens verstärkt. Es wurde eine einfache gewachste Kirschbaumleiste gewählt, um eventuelle Beschädigungen durch den Ausstellungsbetrieb leicht ausbessern zu können.In einem Falz im unteren Trägerrahmen wurde eine Diebstahlsicherung, die auch als Hängevorrichtung dient, integriert, dank der vom jeweiligen Leihnehmer keine neuen Löcher in den Rahmen gebohrt werden müssen. Zudem wurden Gewindebuchsen eingelassen, die eine Seilhängung mittels metrischer Ringschrauben oder Seilhaltern mit selbstarretierender Mechanik ermöglichen. Beide Hängevorrichtungen eignen sich für eine Quer- und Hochformat­präsentation. Diese Beschlagteile stehen nicht über den Rahmen, sodass sowohl eine Beschädigung der Wände als auch der Rahmen aufgrund unsachgemäßer Umgang bei Lagerung und Transport ausgeschlossen ist.

Neuentwicklungen

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